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Dienstag, 14. Juni 2011

Ausstellungstipp: André Lützen in der Freelens Galerie

Wo Öffentlichkeit und Privates eins werden, hat laif-Fotograf André Lützen den Auslöser gedrückt: "Public Private Hanoi" heißt sein bemerkenswertes Mitbringsel aus Vietman und wird ab dem 17. Juni in der Freelens Galerie ausgestellt.

Weitere Infos gibt es hier.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Wie verändert das Netz die Demokratie?

Diese Frage hat sich die Enquetekommission des Bundestages zum Thema Internet und digitale Gesellschaft auf die Fahne geschrieben. Über die Projektgruppe „Urheberrecht“ berichteten wir bereits, dort konnten sich die Bürgerinnen und Bürger mit eigenen Vorschlägen einbringen.

Nun waren wir natürlich gespannt, welche Ideen eingereicht wurden und was als nächstes geschieht. Ein bisschen geschmunzelt haben wir dann schon, als wir den Zeitplan der Kommission gesehen haben: Bis Ende des Monats soll die Themenfindung abgeschlossen sein, dann folgen Sitzungen, Sommerpause, weitere Sitzungen.

Erste Handlungsempfehlungen sind dann für das Frühjahr 2012 vorgesehen. Da kam uns gleich eine Gegenfrage zur Headline in den Sinn: Wieviel Demokratie im Netz verträgt die Politik? Ist es das, was der jüngst verstorbene Intellektuelle Jorge Semprun meinte, als er seinerzeit seinen Kulturministerposten im spanischen Kabinett hinwarf, weil ihm der ganze „politische Apparat zu schwerfällig sei“? Nun, das nur am Rande!

Die Enquete-Kommission hat die Bürger immerhin zu 780 Kommentaren bewegt. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich das Ganze demokratisch und praktisch zeigt.

Den Link zu den Ideen und Kommentare der Gruppe „Urheberrecht“ finden Sie unten stehend. Wir halten Sie natürlich auch weiterhin informiert.

Übrigens, besagter Jorge Semprun hat noch vor seinem Tod sinngemäß gesagt: Wäre ich 30 Jahre jünger, dann würde ich einen Blog schreiben und für Aufruhr sorgen! Das hätten wir gerne erlebt.

Aber: Wir wollen uns hier natürlich nicht beschweren. Besser eine langsame Demokratie als gar keine! Und damit beenden wir diese politische Stunde zum Wochenausklang mit einem dicken Augenzwinkern! Ihre Bildbeschaffer



Hier der Link zur Projektgruppe „Urheberrecht“:

https://urheberrecht.enquetebeteiligung.de/instance/urheberrecht

Dort finden Sie im letzten Absatz die Auswertung des ersten - so schön genannten - Beteiligungsabschnitts als PDF.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Fantastisches Projekt: African Air

In einem Paraglider flog George Steinmetz über afrikanische Landschaften und fotografierte. Das Ergebnis gefällt uns sehr, hier hat das Herzblut mitfotografiert.

Schauen Sie selbst: http://mediastorm.com/publication/african-air

Dienstag, 7. Juni 2011

Verbraucherzentrale verklagt Facebook

Der Fehde-Handschuh liegt vor den Füßen: Facebooks AGBs "Deine Bilder gehören mir" werden von der Verbraucherzentrale verklagt.

Zur Pressemitteilung des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes VZBV geht es hier.

Freitag, 27. Mai 2011

Das war der CEPIC Kongress 2011

Die erste „normale" Woche liegt hinter uns und so langsam haben wir uns von drei prall gefüllten Tagen in Istanbul erholt.

Rückblickend betrachtet war es einfach toll, so viele nette alte und neue Bekannte, Kontakte, Freunde und Kollegen der Branche zu treffen. Es ist allein deshalb immer wieder die Teilnahme wert. Und weil das ja nicht nur uns so geht, macht es umso mehr Spaß.

Fachlich war das alles umkreisende Thema auf dem CEPIC-Kongress einmal mehr die Frage, wie man den Wert eines Bildes bemessen kann. Auf der einen Seite ist es ja leider die knallharte Wahrheit: Bildagenturen, die im Preiskampf gegen die Großen am Markt verlieren, gehen unter. Wer austauschbare Bilder verkaufen will, muss sich im Preis anpassen, sonst ist er raus aus dem Geschäft. Auf der anderen Seite kristallisieren sich kreative Spezialagenturen heraus, die den Markt beleben. Doch auf Kunden-, insbesondere auf Unternehmensseite ist die Bereitschaft, ein Bild mit seinem Wert zu bezahlen, oft nicht gegeben.

Dazu passend gefiel uns die kleine Aktion von Branchenaltherr Jim Pickerell, der 100 Dollar Belohnung ausschrieb für denjenigen, der ihm eine plausible Begründung dafür lieferte, dass man für ein einzelnes kommerziell genutztes Bild nur 10 Dollar zahlen soll.

Es würde uns schon sehr interessieren, ob er eine Begründung bekommen hat. Falls ja, halten wir Sie auf dem Laufenden.

Abschließendes Highlight war aus unserer Sicht natürlich die New Media Conference am letzten Veranstaltungstag, weil Bildbeschaffer Alex als Experte im Panel saß und mit anderen über die Frage What Will Clients Pay For And How To Create It? diskutierte.

Unter dem Strich schätzen wir die Trends als wenig überraschend ein: Die Preisfrage bleibt vorherrschend. Kleine Agenturen müssen sich spezialisieren oder mit den Preisen der großen mithalten. Wettbewerbsvorteile lassen sich vielleicht noch durch optimiertes Keywording erzielen und letztlich wird sich die Marktaufteilung nicht wesentlich verändern.

Zum Schluss hier der Link zu einem kleinen Video, der die Stimmung des CEPIC-Kongresses gut wieder gibt:

http://www.fastmediamagazine.com/blog/2011/05/26/cepic-congress-impressions-and-highlights

Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Donnerstag, 28. April 2011

Gigantischer Zusammenschluss: Getty kauft Picscout

Gestern wurde bekannt, dass Getty Images – mit Abstand die Nummer 1 im Markt der Bildagenturen  – eine andere Nummer 1 gekauft hat: PicScout, Marktführer für Technologien, Urhebberrechtsverletzungen im Internet aufzuspüren. Was das für Konsequenzen für den gesamten Markt hat, ist noch ungewiss. Es kann viel bedeuten – oder auch gar nichts. Vielleicht bleibt´s beim business as usual, vielleicht ändert sich nur etwas für andere Bildagenturen, die mit PicScout arbeiten. Klar ist, dass Getty sich neue Services für seine Kunden ausdenken wird. Kommentare und Marktbeobachtungen liefern wir später – bitte sprechen Sie uns direkt an, was das für Sie bedeuten kann. Spätestens auf dem CEPIC Kongress am 18. Mai wird die Branche mehr erfahren. Wir sind gespannt! Ihre Fragen nehmen wir gern mit - schreiben Sie uns bitte eine Mail an zentrale@die-bildbeschaffer.de 


Dienstag, 12. April 2011

Bildrechte gehen jeden was an

Top-Ebayer, gerne wieder – das ist wohl die Bewertungsfloskel Nummer 1 auf dem Internetzmarktplatz, wenn alles glatt gelaufen ist. Ungünstig im wahrsten Sinne des Wortes wird es hingegen, wenn der Top-Ebayer sich an Produktfotos vergreift, die er nicht selbst gemacht hat, Originalbilder vom Hersteller oder Katalogfotos zum Beispiel. Dann ist ganz klar eine Urheberrechtsverletzung gegeben, denn die Nutzung dieser Fotos ist nicht erlaubt. Doch die wenigsten wissen das und den einen oder anderen hat das schon kalt erwischt.

Zwar weisen viele Gerichte diese ebay-Fälle als Bagatelle ab, denn der Streitwert liegt oft in keinem Verhältnis zu den Verfahrenskosten. Doch wie hoch der Streitwert tatsächlich ist, kann ein Privatmensch in der Regel nicht einschätzen, und das können bei einem einzigen Bild schon auch mal 5.000 Euro oder mehr sein.

Top-Ebayer sollten also immer wieder daran denken, dass sie mit dem Erwerb eines Produktes nicht automatisch die Rechte an den Produktfotos miterwerben. Und auf der Tatsache, dass man als Privatmensch straffrei ausgeht oder dass ein Bild „eh als Bagatelle" eingestuft wird, sollte sich niemand ausruhen.

Für die Top-Bildbroker unter uns ist dieser Rechtshinweis natürlich nichts Neues, doch wir weisen immer gerne wieder drauf hin: Bildrechte gehen jeden was an und das viel öfter, als man denkt.

Eine ausführliche, juristische Auseinandersetzung mit dem Thema gibt es bei Bedarf hier.