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Dienstag, 3. Juni 2014

Thema des Monats: Die Seminarhighlights

5 Wochen, 5.000 Kilometer, 150 Köpfe und 15 Seminare, das ist der zahlenmäßige Querschnitt in unserem Thema des Monats. Ach ja, plus mindestens zwei Anekdoten.

Wenn wir mal kurz Bilanz ziehen dürfen: In den vergangen fünf Wochen legten wir 5.000 Kilometer zurück. Anlass waren unsere Bildbeschaffer-Seminare. An insgesamt 15 Terminen sind wir auf 150 nette  und interessierte Menschen gestoßen und hatten eine tolle Zeit. Vielen Dank für Ihre positive Resonanz in Frankfurt, Köln, München, Berlin, Rostock, Bad Homburg und Hamburg!

Bei so vielen Begegnungen bleiben nette Anekdoten natürlich nicht aus, und davon möchten wir Ihnen gerne erzählen. Ein besonderes Wiedersehen trug sich in Köln zu. Wir tagten in der zur Agentur Das Hochhaus gehörenden Galerie Schee. Nach dem Seminar unterhielten sich der Hochhaus-Chef Andreas Friedrichs und der Solution Developer Jörg Oyen. Und siehe da, so klein ist die Welt: Vor elf Jahren stand Jörgs Sohn als Modell für die Deutsche Krebshilfe bei Andreas vor der Kamera – und er kramte ein lebensgroßes Motiv, auf Leinwand gezogen, aus den Katakomben. Sehen Sie, was die Zeit aus Menschen macht.


Foto: Jörg Oyen

Auch nett diese Geschichte aus Hamburg. Folgendes Bild wird gezeigt, um das kreative Niveau vieler Microstock Bilder zu beschreiben:




Foto: Alexander Karst

Einem Seminarteilnehmer platzte es heraus: „Da arbeitet mein Bruder! Ich wollte ihn fotografieren und dem Restaurant etwas Schönes gestalten, aber dem Chef ging das nicht schnell genug...“ Was wäre wohl passiert, wenn es ihm gelungen wäre, den Chef seines Bruders davon zu überzeugen, den „echten“ Koch und „echte Menüs“ für diese Werbetafel zu fotografieren? So ganz ohne aufwändiges Shooting, sondern aus dem wahren Leben?

Natürlich sind noch viele andere lustige, interessante und merkwürdige Geschichten zutage gekommen – wie es eben so ist, wenn Menschen aufeinander treffen und die Möglichkeit haben, sich zum Thema „Bildrechte“ und „Bildmanagement“ frei auszutauschen. Wie es richtig geht, konnte Seminarleiter und Bildrechtsexperte Alex Karst jedenfalls am Ende immer erläutern. Das ist es auch, was ihm am meisten Spaß macht: Die echten Fälle zu erkunden und die rechtlichen Fallstricke aufzulösen. Nächster Termin: Freitag, 20. Juni in Köln.

Tools & Tricks: Die Seminare machen weiter

Die ganze Palette der Tools und Tricks, die wir Ihnen an die Hand geben können, gibt es in unseren Kompaktseminaren und die hören so schnell nicht wieder auf.

Am 20. Juni findet ein weiteres Kompaktseminar „Bildbeschaffung“ statt, weil wir dem hohen Zuspruch sonst kaum Herr werden können – und weil es uns ja selbst so viel Spaß macht.  Der Veranstaltungsort ist Köln, hier können Sie sich noch anmelden.

Ab Herbst 2014 planen wir dann eine regelmäßige Reihe mit monatlichen Seminaren in wechselnden Städten. Hier können Sie schon einmal unverbindliches Interesse bekunden!

Dienstag, 6. Mai 2014

Thema des Monats: Film Footage

Unser Topthema im Mai soll Ihr Augenmerk auf das Bewegtbild richten, die Königsdisziplin im Bildgeschäft. Hier trennt sich die billige Spreu vom hochwertigen Weizen, doch neue Technologien machen von sich reden. Uns interessiert vor allem eins: Ihre Meinung. Doch dazu später.

Erst einmal möchten wir Ihnen ein bisschen was zum Anschauen geben, denn wie sagt der abgedroschene Volksmund so gern: Bilder sagen mehr... Unsere Botschaft ist klar: Wie im wahren Leben gibt es auch beim Bewegtbild unglaublich gute Sachen. Aber auch unglaublich schlichte, um nicht zu sagen schlechte. Was aber ja manchmal auch ausreicht. Ein anschauliches Beispiel dafür ist ein Musikvideo der amerikanischen Indie-Band Darwin Deez. Das Video ist aus Stockmaterial produziert worden, um die Botschaft „You can´t be my girl“ zu unterstreichen. Eine „stocky“ Auseinandersetzung, wie sie uns gefällt.

Aber natürlich gibt es auch die andere Seite, die der aufwändigen und im höchsten Maße großartigen Produktionen. Eines der besten Archive für Filmmaterial liefert die BBC. Und was man daraus machen kann, zeigt der Motion Designer Jan Richter in einem Produktvideo für IWC. Uhren und Taucher wurden digital „hinzuproduziert“. Chapeau.

Was aber soll man machen, wenn man weder das eine will noch das andere kann? Die Antwort könnte Parallaxen-Technik heißen. Quasi der Zeichentrick der Moderne. Es ist sicherlich nicht ganz günstig, Bildmaterial aus verschiedenen räumlichen Perspektiven mit dieser Technik zu Bewegtbildern zu machen. Aber es ist vielleicht die Zukunft. Ein beeindruckendes Beispiel für einen mit der Parallexentechnik produzierten Clip liefert der WWF, sehen Sie hier und staunen Sie.

Und nun kommen Sie ins Spiel: Haben Sie schon Erfahrungen damit gemacht, aus bestehendem Material etwas Bewegtes zu machen? Welche Techniken sind da aus Ihrer Sicht geeignet? Geht das nur als freie künstlerische Arbeit oder gibt es da etwas Massentaugliches? Wir freuen uns auf Ihre Meinung, den Austausch mit Ihnen und hoffentlich viele Kommentare. Dafür haben wir auf Facebook einen Thread eröffnet: https://www.facebook.com/Bildbeschaffer

Agentur des Monats: 13 Photo AG

Jetzt wird es ein bisschen politisch. Zumindest so politisch, wie es sein darf: nämlich durch die künstlerische Brille. Unsere Agentur des Monats ist die 13 Photo AG aus Zürich. Ein selbsternanntes Konglomerat aus Könnern und Individualisten, das sich selbst alle Ehre macht. Zu Recht!

Hinter 13 Photo steckt ein neunköpfiges Team aus geistreichen Idealisten, die mit ihrer Sicht der Dinge einen Beitrag leisten wollen, den Weg in die Zukunft möglichst aufgeklärt zu beschreiten. Das hört sich jetzt vielleicht etwas hochtrabend an, doch wir haben seit der jüngsten Meldung aus Zürich keinerlei Zweifel mehr daran, dass die das auch können: Seit dem 24. April vertritt 13 Photo AG exklusiv und weltweit das Bildarchiv von Wikilieaks und deren Muttergesellschaft Sunshine Press Productions. Mehr Statement kann eine Bildagentur kaum leisten.

 Doch das Team aus Zürich überzeugt auch so: Neben den Arbeiten der neun Gründungsmitglieder vertritt die Agentur auch 33 weitere Fotokünstler aus aller Welt, die im freien Netzwerk für 13 Photo tätig sind. Der Schwerpunkt aller Arbeiten ist Fotojournalismus par excellence. Hier werden Geschichten eingefangen, hochwertig inszeniert und bildgewaltig wiedergegeben. Vom glücklichen Schwein auf seinem Weg zum Schlachthof über charmante Auseinandersetzungen mit dem Thema Kreisverkehr bis zu beeindruckenden freien Arbeiten, die „ein Schaufenster gegen innen“ liefern, wie es 13 Photo selbst beschreibt. Solche Agenturen machen Spaß. Wir sagen Grüezi Schweiz, weiter so! Und wünschen viel Erfolg bei der Zusammenarbeit mit Sunshine Press Productions und der Enthüllungsplattform. Mehr über 13 Photo gibt es hier.

Tipps & Tricks: Microstocks

Wie Sie wissen, sind wir nicht nur Freunde und Förderer, sondern auch ausdrückliche Unterstützer der klassischen Fotografie und ihrer „artgerechten“ Vermarktung. Microstocks haben sich längst durchgesetzt und gehören für viele Art Buyer und Marketingabteilungen zur ersten Wahl. Ein schnelles Update, denn hier passiert derzeit viel.

Inzwischen übertreffen die Umsätze von Shutterstock, Fotolia & Co. die Umsätze vieler klassischer Bildagenturen. Dabei warten die Microstocks mit neuen Lizenzmodellen auf, die sich gezielt an großen Unternehmen oder Agenturen ausrichten. Damit Sie dabei nicht auf die Nase fallen, möchten wir Ihnen am Beispiel von drei großen Agenturen ein paar Eckpunkte hinsichtlich der Besonderheiten und Änderungen im Großkundenangebot liefern. Im Zweifel aber bitten wir Sie, sich an uns zu wenden, um Ärger zu vermeiden. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

123rf: Diese Microstockagentur bietet für Agenturen und größere Unternehmen das Programm Corporate+, das es ab einer Größenordnung von 1.000 Credits gibt. Ein Admin im Hause des Kunden vergibt die Credits und kann an sie geknüpfte Bedingungen (Dateigrößen, Lizenzumfang) an seine Sub-Accounts vergeben. Diese wiederum können zu Gruppen sortiert werden, also zum Beispiel als Abteilung (Unternehmen) oder Kunde (Agentur). Dieses Konzept bieten zwar auch schon Fotolia und Istock an, hier gibt´s aber ein Bonbon: Die Standard-Lizenzen enthalten standardmäßig eine kostenfreie Multi-User-Lizenz.

Shutterstock: Ebenfalls ein Riese im Geschäft, der zunehmend mit „Multi-User-Abonnements“ bei größeren Unternehmen aufschlägt. So wird die Agentur bei größeren Kunden mit einem Pauschalpaket: 399 USD im Monat für bis zu 10 Benutzer und 35 Bilder pro Tag. Das sind monatlich bis zu 700 Fotos und mehr. Gleichzeitig bewirbt Shutterstock die so genannte Premier Lizenz, die umfassende Rechte zu einem relativ hohen Preis anbietet, aber mit der Möglichkeit, Bilder für Layouts (also ohne anschließende Veröffentlichung) kostenlos herunterladen zu können. Unsere Erfahrung: Da viele Bilder von Microstocks nur für Mockups, aber nicht für finale Projekte eingesetzt werden, machen Zahlenspiele Sinn. Wir helfen gern...

Fotolia: Im Zusammenhang mit dieser Microstockagentur aus New York gibt es gerade Gerüchte um einen Boykott-Aufruf, wonach sich Fotografen in einer Allianz gegen die Verramschung ihrer Fotos auf der Fotolia-Tochter „Dollarphotoclub“ wehren wollen. Fakt ist: Fotolia hat ihre Lizenzen geändert. So wurde die Auflagenhöhe auf 500.000 beschränkt, zuvor war sie unbegrenzt. Gleichzeitig wurde die erweiterte Lizenz aber nicht verteuert.

Fazit: Die Kleinen sind längst erwachsen, weil sie wissen, dass die Großen mit ihnen spielen. Dabei werden viele Werbeagenturen und Unternehmen aufgeschreckt, weil die Microstocks – oh Wunder – die Spielregeln ändern.

Dienstag, 1. April 2014

Thema des Monats: Mobile Apps der Bildagenturen

Sie halten zunehmend Einzug in die Landschaft der Bildagenturen: Mobile Apps, mit denen Fotografen ihre Bilder hochladen und zur Veröffentlichung anbieten können – ohne, dass ein umfangreiches Equipment erforderlich ist oder aufwändige Vertragsverhandlungen vorangegangen sein müssen. Vielmehr nutzen immer mehr Bildagenturen Smartphone-Apps als weitere Möglichkeit, um ihr Portfolio anzureichern und sich auf einfache Art und Weise buchstäblich die Impulse von der Straße zu holen.

Die ersten auf diesem Gebiet waren, wie so oft, Getty Images, als sie vor fünf Jahren eine Kooperation mit Flickr eingingen. Diese Zusammenarbeit wird nun von der Getty-eigenen Lösung „Moment“ abgelöst, einer App, die es Usern ermöglicht, ihre Bilder direkt in die Datenbank von Getty einzuspeisen. Auch Fotolia, Corbis, Alamy und Co. sind mit entsprechenden mobilen Anwendungen am Start.

Für die klassische Fotografie wird der Wettbewerb somit einmal mehr härter. Aber den  Markt belebt es, er gewinnt durch neue Impulse und frische Ideen. Und kein mobil erstelltes Bild, das womöglich noch durch einen Instagram-Filter gezogen wurde, kommt an die technische Qualität einer klassischen Fotografie heran, so viel ist klar.

Interessant sind auch neue kommerzielle Modelle wie die Kooperation von – wieder einmal – Getty Images mit Samsung. Der Elektronikhersteller aus Südkorea gehört zu den Marktführern bei mobilen Endgeräten wie Tablets und Smartphones. Gemeinsam mit Getty ruft Samsung seine User dazu auf, privat erstellte Bilder in einer Community zu veröffentlichen und damit die Geschichten der Menschen auf dieser Welt neu zu erzählen.  Auch hier verschwimmen Grenzen. Story-telling wird nicht mehr von Profis gemacht, sondern von den Menschen selbst. Und Portale wie Getty helfen dabei, diese Geschichten auf der ganzen Welt zu verbreiten. Globaler Alltag wird also zunehmend aus sich selbst heraus in Szene gesetzt. Es bleibt spannend!

Allerdings sind die Apps nicht auf Handys beschränkt - siehe Samsung – und damit öffnet sich neben der neuen Mode „Mobile Photos“ auch eine Schleuse für Bilder direkt aus der Kamera. Halten wir fest: Der Markt verändert sich weiter. Für Talente wird der Zugang zum professionellen Markt immer einfacher, während die alten Hasen der Branche ein gewisses Umdenken lernen müssen.

Wenn Sie Fragen zu den unterschiedlichen Anwendungen und Angeboten der Agenturen haben, wenden Sie sich gerne an uns. Wir behalten für Sie den Durchblick!

Agentur des Monats: Lumi Images

Mit dem Alltag hat auch unsere Agentur des Monats zu tun: Lumi Images aus München. Aber alltäglich sind sie nur im übertragenen Sinne: Mit „Bildern aus dem Alltag für den Alltag“ – wie sie sich selbst auf ihrer Website erklären – erobern sie seit 2010 von München aus den Markt. Und das mit Fotos, die zwar alltägliche Motive abbilden, die in ihrer Qualität aber keineswegs alltäglich sind. Im Gegenteil: Das Team von Lumi Images hat sich zusammengefunden, um die Geschichten, die sie mit ihren Bildern erzählen wollen, technisch und formal auf höchstem qualitativen Niveau zu inszenieren. Und damit haben sie sich in den letzten Jahren hervorgetan auf einem Markt, auf dem das heutzutage nicht mehr vielen Agenturen gelingt.





Wir haben Lumi Images zu schätzen gelernt, weil sie mit ihrer frischen Bildsprache einen europäischen Ton treffen, der sich vor allem im Lifestyle-Kontext gut einsetzen lässt. So gehören sie auch zu den ersten Adressen, wenn wir Motive aus oder für das deutsche Handwerk suchen. In Lumiimages steckt eine enorme Power, die sich nicht zuletzt aus der geballten Erfahrung der dahinter stehenden Köpfe ernährt. Hier sind Profis am Werk! Lumi Images sind zu einer verlässlichen Größe geworden und wir freuen uns, dass es sie gibt. Wer die Chance hat, kann sie Donnerstag persönlich auf dem PICTAday kennen lernen!