Themen

⎪ ⎪ Zur Bildbeschaffer Website ⎪ ⎪ Knowledge Blog ⎪ ⎪

Dienstag, 19. Mai 2015

Agentur des Monats: Der Now and Then-Slider von Ullstein Bild

Hierzu gibt es gar nicht viel zu sagen, außer: Link auswählen, angucken und sliden, was das Zeug hält. Vorsicht, Suchtgefahr!

Ullstein Bild hat in seinem Now an Then-Slider ein unfassbar schönes und hochinteressantes Portfolio erstellt, das Ästhetik und Geschichte auf bildhafte Weise vereint. Wie sah das Brandenburger Tor in einer seiner traurigsten Zeiten aus? Wie haben sich die historischen Orte in Berlin in den Jahrzehnten zwischen der Bombardierung 1945 und heute verändert?



Der Now and then-Slider haucht den dunklen Erinnerungen mit einem Slide frische Farbe ein. Und das nicht nur an von Bomben zerstörten Orten in Berlin, sondern auch entlang der deutsch-deutschen Grenze. Einfach toll gemacht. Hier geht es lang...

Thema des Monats: Facebook - das unerlaubte Teilen

Nutzen Sie auf Ihrer Website die Leiste zum Teilen der Seiten / Artikel auf Social Media? Dann lesen Sie jetzt genau hin...

Bilder, die auf Internetseiten veröffentlicht sind, können durch den kleinen Like- oder Share-Button ganz einfach auf Facebook veröffentlicht werden, ohne dass Ihr Besucher beeinflussen könnte, welches Bild auf Ihrer Seite bei Facebook als Teaser-Bild gezeigt werden darf.

Die „Like“- oder „Share“-Buttons zum Teilen von Inhalten auf Facebook sind Fluch und Segen zugleich. Segen, weil mit einem einfachen Klick eine schier unbegrenzte Reichweite möglich ist. Fluch, weil geteilt wird, wo nicht immer geteilt werden soll. Wie sich die unerlaubte Nutzung durch willkürliches „Teilen“ und „Liken“ vermeiden lässt, weiß nur ein Experte. Den aber haben wir!

Zuerst aber noch der Hintergrund: Was ist denn am Liken so problematisch?
Sie als Website-Betreiber haben ein Stock-Foto lizensiert und dürfen es auf Ihrer Website zeigen. Postet jemand Ihre Seite dann auf Facebook, erscheint in dessen Konto ein Teaser zu Ihrer Seite und auch ein Bild, das Facebook auf Ihrer Seite gefunden hat – und damit wird Ihr Besucher zu einem neuen Bildnutzer, da ja das Bild in seinem Konto veröffentlicht wurde. Sie benötigen also die Lizenz zur Weitergabe des Bildes an Dritte – und die ist nicht bei lizenzfreien Bildern enthalten und auch bei Microstocks wird diese Zusatzlizenz selten gekauft. Was also tun? Kann ich meiner Web-Seite sagen, welches Bild bei Facebook gezeigt werden darf (zB das Firmenlogo…) und welches nicht?

Deshalb haben wir mit Ulf Treger, Webentwickler von Pragma Shift http://pragma-shift.net/, einmal unseren Experten gefragt, ob sich Bilder rein technisch gegen einen solchen Zugriff sperren lassen. Ulf Treger gibt uns dazu zwei ganz hervorragende Tipps, den zumindest die technisch etwas Versierteren unter uns kennen sollten und schätzen werden:

Um Bilder auf einer Website vor dem unerlaubten Teilen zu schützen, gibt es zwei technische Möglichkeiten:

1. Den "Facebook"-Crawler von der eigenen Seite aussperren (siehe: https://developers.facebook.com/docs/sharing/webmasters#crawler).

Das lässt sich am besten über Datei robots.txt. machen (erklärt wird das hier: http://www.botreports.com/f/facebookexternalhit.shtml).

Eigentlich keine gute Lösung, denn wir wollen ja nun einmal bei Facebook erwähnt werden und uns nicht aussperren…

2. Einfach eine Alternative anbieten: Man kann ein anderes Bild zum Teilen hinterlegen. Das geht mit Hilfe der „Open Graph Syntax“, dazu einfach folgende Zeile im Header des HTML-Quelltextes der eigenen Seite angeben:

content=”http://www.DEINE_DOMAIN/images/logo.jpg” />

Wer es noch trickiger machen möchte, hinterlegt unter dieser Adresse einfach ein
leeres Bild, aber dann wird´s nicht schön und das widerspricht eigentlich auch der Open Graph Idee...

Die Definition lässt sich mit dem offiziellen Facebook-Debugger (https://developers.facebook.com/tools/debug) testen, eine genauere Erklärung der Syntax gibt es in den Facebook-Developer-Documents (https://developers.facebook.com/docs/sharing/opengraph/using-objects)

So, noch Fragen? Dann melden Sie sich bei uns, wir helfen gern. Vor allem, wenn es daraum geht, Ihre und unsere Bilder vor unerlaubten Nutzungen zu schützen und Ihnen und uns gleichermaßen das Risiko einer Abmahnung abzunehmen.

Tipps & Tricks: Praxiswissen zum Selbermachen

Wer sich im Umgang mit Bild- und Schutzrechten sicherer fühlen möchte, wer praktische Tipps theoretische Kniffe braucht, wer einmal am echten Beispiel erfahren will, wie sich Fotos vor unerlaubtem Zugriff rein technisch schützen lassen, der sollte sich für ein Intensivseminar bei den Bildbeschaffern anmelden.

Denn innerhalb von zwei Tagen dreht sich dann alles um Bildrechte, Bildauswahl, Einkauf, Verwaltung und Archivierung. All das in unterschiedlichen Modulen, begleitet von Profis aus der Praxis.

Das Bildbeschaffer-Intensivseminar ist die beste Versicherung gegen unerlaubte Nutzungen und unerwünschte Abmahnungen – wir freuen uns, wenn Sie und Ihre Fragen aus der Praxis dabei sind.


+++ Nur noch wenige Tage Zeit! +++


Es gibt noch ein paar freie Plätze für die Seminartage am 11. und 12. Juni in Hamburg. Weitere Infos, einen Themenplan und das Anmeldeformular finden Sie hier http://www.die-bildbeschaffer.de/seminare.

Donnerstag, 16. April 2015

Thema das Monats: Von Abmahnungen und anderen Nettigkeiten

In den letzten Wochen kochten wieder einige Abmahnungen hoch. Ärgerlich für feine Fotografen, Bildagenturen und vor Allem für Sie, unsere Kunden. So lasen wir diesen Artikel, dass sich ein Fotograf bei einem Unternehmen mit einer Abmahnung meldet, weil die Unternehmenswebsite zwar im Impressum eine umfassende Liste der Bildnachweise/Credits schrieb, aber die Fotografen-Namen nicht explizit den einzelnen Bildern / Fundstellen zuordnete. Eines der wenigen Unternehmen, die solch einen Aufwand betreiben – und dafür von diesem – für viele Abmahnungen bekannten – Fotografen kein Dankeschön, sondern eine Abmahnung erhält.

Dieser Fotograf ist seit Jahren dafür bekannt, dass seine Abmahnungen – egal ob begründet oder an den Haaren herbeigezogen – mit Forderungen aus der Honorarvereinbarung MFM bestückt, also rund um 400 EUR für die Internetnutzung mal zwei für die Nicht-Namensnennung plus Anwaltskosten – ein Unding, da er die Bilder früher bei Fotolia für einen bis drei Euro verkaufte und dieses Honorar eigentlich als Kalkulationsgrundlage dienen sollte. Also eine Bitte an Sie, unsere Leser: Sollten Sie eine Abmahnung von einem Anwalt wegen eines Bildes zum Beipiel von pixelio, fotolia oder den anderen Microstock-Agenturen bekommen haben, lassen Sie uns das gern einmal prüfen. Die Agenturen wie Fotolia sehen diese Abmahnpraxis nicht gern und wir stellen einen Kontakt zur Rechtsabteilung her.

Ja, es ist Fakt: Der Urheber hat ein Recht auf Namensnennung am Werk. Eine der wenigen, leicht merkbaren Säulen des Urheberrechts. Warum aber steht auf keiner Broschüre, keinem Messeplakat und in keiner Anzeige der Fotografenname, weder bei eigenen Shootings noch bei Stock-Bildern? Weil die Agenturen und Fotografen sich das Recht auf Namensnennung abkaufen lassen und sich darauf verständigt haben, den Bildnachweis nur bei redaktionellen Nutzungen zu verlangen. In den Medien ist das auch sinnvoll – eine Nachricht muss überprüfbar sein und deshalb steht der Name des Redakteurs unter einem Artikel und halt der Name des Fotografen unter dem Bild in der Zeitung. Soweit so klar. Und jetzt wird es schwammig. Es geht um die Frage: Wo fängt Redaktionell an und wo ist es noch werblich?

Die einen sagen: Unternehmen kommunizieren grundsätzlich kommerziell. Hart. Denn dann dürfte keine klassische PR-Agentur mehr einen Presseausweis beantragen, die für Unternehmen tätig ist. Die anderen definieren: Impressum gleich redaktionell. Auch hart, dann wäre jede Website von Unternehmen Bildnachweis-pflichtig. Was also tun? Wir schauen in die Lizenzbedingungen der Big Four (Getty, Shutterstock, Corbis und Fotolia) und finden Formulierungen wie: wenn „geschäftlich vertretbar“ oder „üblich und angemessen“ – also fragten wir nach und hörten die einhellige Aussage: „Wir würden niemals auf die Idee kommen, unsere Kunden wegen fehlendem Bildnachweis auf der Website zu belangen“.
Und: einige Agenturen raten ihren Fotografen davon ab, andere verbieten es den Fotografen sogar, die Ahndung von Falsch-Nutzungen der Bilder allein in die Hand zu nehmen. Nachvollziehbar: Sie kaufen Bilder bei einer Agentur – und die sollte auch weiterhin Ihr Ansprechpartner sein.

Wer dennoch alarmiert ist und sich vor dieser Art der Abmahnung schützen will, hat zwei Möglichkeiten: entweder einen sichtbaren Bildnachweis unter jedem Bild auf der Website anbringen oder eine (Excel-)Liste aller online genutzten Bilder samt vollständiger Bildnachweise im Impressum und zusätzlich einen Link als Referenz auf die Seite mit dem Bild veröffentlichen. Da mag mancher aufstöhnen, andere haben ihre Bilder sauber dokumentiert und können die Informationen sogar automatisiert über das CMS der Website generieren. Wir helfen gern!

Und wer noch nicht die Zeit und Muße fand, seine Website zu überarbeiten, dem sei der Begriff der Lizenzanalogie ans Herz gelegt: Hat das Bild ehedem drei Euro gekostet, sollte der Fotograf jetzt keine EUR 400,- verlangen. Das entspannt.

Tipps und Tricks: Das Intensivseminar - jetzt anmelden!

Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit Bildern ein, weil wir wissen, dass das unverzichtbar ist für alle, die Bilder für kommerzielle Zwecke benötigen.

Am 11. + 12. Juni 2015 findet in Hamburg das erste Intensivseminar Bildbeschaffung statt.
Zwei Tage lang geballtes Wissen direkt aus der Praxis. Wenn Sie das mitnehmen, bereichern Sie sich nicht nur um zwei spannende Tage mit netten Kollegen, sondern vor allem um fundiertes Grundwissen rund um das Bildmanagement.

Der erste Tag ist durch das Hauptseminar geprägt: Lernen Sie die Grundzüge des Urheberrechts kennen und erfahren Sie von unserem Alexander Karst und von Medienrechtsanwalt Dr. Dirk Wieddekind (TaylorWessing) alles, was Sie über Rechte, Lizenzen und Verträge wissen müssen.

Am zweiten Tag zwei können Sie dann aus zwei von drei Themenschwerpunkten auswählen:

1. Datenverwaltung mit Petra Reimann (pixoline), Expertin für Archivierung und Datenmanagement 

2. Bildsprache und Briefing mit Patrizia Mosca (Art Buying und Producing)

3. Agenturauswahl mit Alexander Karst (Die Bildbeschaffer)

Weitere Infos erhalten Sie hier und den Themenplan samt Ihres Anmeldeformulars finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Sie und ein schönes, intensives Wissenserweiterungsevent!

Agentur des Monats: 500px

Sharing ist einer der Trends unserer Zeit. Deshalb möchten wir Ihre und unsere Aufmerksamkeit diesen Monat auf 500px.com richten – keine Agentur im klassischen Sinne, sondern eine Community mit einem vielfältigen Fundus an hochwertigen, schicken Fotos.

Foto: Dr. Thomas Uttich/500px

Im Oktober 2009 gegründet, hat sich 500px in den letzten fünf Jahren stetig weiterentwickelt. Schon 2011 war die erste App fürs iPad fertig, 2012 folgten Android und iPhone. Die Darstellung für alle „Devices“ wurde ständig verbessert – mit dem Ziel, die Betrachtung der Fotos zu einem ästhetischen Genuss zu machen. Mitglieder können sich die Bilder ihrer Wahl in einem ansprechenden Flow darstellen lassen, egal ob auf Desktop, Tablet oder Smartphone. Und die Community hat jetzt auch ihre „Verkaufsplattform“: auf prime.500px.com finden Sie – unserer Meinung nach echt schöne – Bilder, die für $ 50,- mit einer Web-Lizenz, $ 250,- mit einer klassischen RF-Lizenz oder für $ 750,- mit einer Lizenz für „Products for Resale“, also zB auch Web-Templates angeboten werden.

Inzwischen hat 500px mehrere Büros in Toronto und San Francisco, das Netzwerk ist über den gesamten Globus verteilt. Aus einer eigentlich für den Austausch unter Kreativen gedachten Idee hat sich eine beachtliche Plattform entwickelt. Das finden wir ziemlich gut.

Dienstag, 24. März 2015

Agentur des Monats: Vintage Germany



Früher war nicht nur alles  besser, sondern auch alles schwarz-weiß. Manchmal leicht vergilbt und grau, aber auf keinen Fall farbenfroh. Schöne Bilder gibt es trotzdem.

Wer nicht in grauer Vorzeit gelebt hat, kann sich kaum vorstellen, dass auch früher schon die Bäume grün und der Himmel blau waren. Zumindest, wenn man sich die Vergangenheit der letzten 175 Jahre anhand von Fotos zurechtzimmert.

Dank einer kleinen Spezialagentur aus Lübeck können wir aber dieses Gefühl der Nostalgie so oft erzeugen, wie wir wollen. „Vintage Germany“ hat sich als Bildagentur und Verlag auf historische Motive professioneller Fotografen des 19. Und 20. Jahrhunderts spezialisert. Eine wahre Fundgrube! Die Fotos zeigen Stadtansichten, Landschaften und Auszüge aus dem Leben, wie es früher war. Besonders bemerkenswert ist die künstlerische Qualität, schließlich sind die Fotos nicht von unseren laienhaften Großeltern geschossen, sondern von professioneller Hand entwickelt worden.

Gegründet wurde „Vintage Germany“ von Dr. Jan Zimmermann, der als promovierter Historiker von Berufs wegen gerne mit Aspekten der Geschichte zu tun hat. Zehn Jahre lang war er Redakteur beim Hoffmann und Campe-Verlag in Hamburg, inzwischen publiziert er selbst Bücher mit historischem Bildmaterial. Sein Archiv erweitert er ständig durch Funde und Nachlässe, und das gefällt uns, das hat etwas Beruhigendes.  Und weil Ruhe uns in aufregenden Zeiten besonders wichtig ist, erhält „Vintage Germany“ unseren Agentur-Pokal des Monats März.