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Dienstag, 5. Juni 2012

Tipps & Tricks: Aus dem Bildbeschaffer-Nähkästchen

Was die Branche im Allgemeinen angeht, hatten wir gerade in London wieder die Gelegenheit, uns mit Unseresgleichen zu treffen: Der Kongress des Bildindustrie-Verbandes CEPIC fand dieses Jahr auf monarchischem Boden statt. Doch wenn wir ehrlich sind, haben wir nicht viel Neues mitgebracht. Der Markt ist unverändert gekennzeichnet durch seine zwei Welten: Die der Microstocks und die der großen, etablierten Klassikagenturen. Wer sich neu positionieren will, muss entweder auf Masse produzieren (wie zum Beispiel Wavebreak Media) oder aber in der High-Class Nische seinen Platz finden (wie In Transit Images). 

Nach wie vor dominieren die Großen die Preisgestaltung auf dem Bildermarkt, allen voran Getty Images. Wer da nicht mithalten kann, hat Pech. Neu ist hingegen die zunehmende Bedeutung des asiatischen Marktes. Hier findet in Sachen Bildmanagement offenbar ein Kulturwandel statt: Es wird nicht nur gut aus dem Rest der Welt eingekauft, sondern auch interessant selbst produziert. Agenturen aus den USA machen inzwischen mit China und Taiwan mehr Umsatz als über Getty und Corbis zusammen.

Apropos Getty: Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Getty-Investoren über einen Verkauf oder Börsengang nachdenken und dabei bis zu 2,5 Millarden Dollar einstreichen wollen.

Apropos USA: US-Riese Shutterstock plant den Gang an die Börse und rechnet damit, 110 Mio. Dollar einzunehmen, nicht zuletzt, um sich für Europa stark zu machen. Fotolia wiederum hat sich über Investoren eine Finanzsumme von 150 Mio. Euro verschafft, um den amerikanischen Markt für sich zu erschließen. Was ist das, ein Machtkampf der Microstock-Riesen?

Über einen neuen Trend werden wir sicher an anderer Stelle nochmal ausführlich sprechen, und zwar über neue Möglichkeiten der direkten Fotografenansprache. Konzepte wie Imagebrief.com brechen die mitunter sehr zähe Lizenzkette im Bildeinkaufsprozess auf und verbessern die Verbindung zu den eigentlichen Herstellern von Bildern.

Neuigkeiten gibt´s auch jedes Mal wieder auf unseren Kompaktseminaren Bildbeschaffung!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Agentur des Monats: Trashcam Project

Wir waren nicht ganz sicher, in welcher Rubrik wir diese Story unterbringen sollen, haben uns jetzt aber entschieden, es nicht ganz so genau zu nehmen und küren zu unserer Agentur des Monats zwei Kreative von Scholz & Friends, die Herren von der Hamburger Stadtreinigung sowie eine große graue Mülltonne! Letztere nämlich hat sich richtig ins Zeug gelegt und unsere schöne Stadt Hamburg einmal aus ihrer ganz besonderen Perspektive betrachtet. Umgebaut zu einer gigantischen Lochkamera wurde so eine schlichte Tonne zum Produzent herausragender Bilder; Perspektiven und Kulissen einer Stadt, die so schön ist, dass man kaum glauben mag, dass hier selbst der Müll beste Aussichten genießt. Hinter dieser Aktion steht die Stadtreinigung Hamburg, die auf Scholz & Friends Berlin zuging. Die Kreativen Christoph Blaschke und Mirko Derpmann entwickelten die Idee dieser Trash-Kamara, die Mitarbeiter der Stadtreinigung stellten die umgebaute Mülltonne an ihren Lieblingsorten auf und die Kamera dieser besonderen Art machte den Rest. Das Ergebnis ist wirklich wundervoll und wir können nur sagen: Chapeau! Die Bilder können Sie hier auf Flickr betrachten.

Thema des Monats: Die neue deutsche Abmahnwelle

Deckel drauf! Die Bundesregierung hat vor, die Gebühr für Erstabmahnungen bei unerlaubter Nutzung von Software, Videos, Musik und Bildern auf 500 Euro zu begrenzen. Damit sollen Privatpersonen vor dem zuletzt immer ausgeprägteren Abmahnwahn geschützt werden, im Zuge dessen die bisher geltende Gesetzeslage sehr viel Spielraum ließ und dazu führte, dass sich Abmahnungen immer mehr zu einem eigenständigen Geschäftsmodell entwickelten.
 In dem Zusammenhang wird auf politischer Ebene auch an den Nutzungsmodellen modelliert, der Begriff der Kulturflatrate schwirrt nach wie vor umher. Soweit zu den privaten Problemen, die uns alle betreffen können. Im Job sieht´s da anders aus. Es geht um andere Summen – und die Sachlage ist oft schwieriger als man denkt. Dazu bringen wir im nächsten Magazin Stimmen von Bildanbietern und den Technikern hinter den Such-Softwares.
Und wenn Sie können, mögen, dürfen, dann schildern Sie uns gern Ihre kniffligsten Probleme mit unerlaubten Nutzungen per Mail an vertraulich@die-bildbeschaffer.de!

Denn, Deckel wieder auf: Es passiert viel auf der Crawler-Seite.

Über die fotocommunity wurde ein Angebot von trackmypics gelauncht, das sich an Fotografen und Amateure richtet, um deren Bilder auf deutschsprachigen Websites zu finden. Für ein paar Euro im Monat kann also „jedermann“ seine Bilder kontrollieren. Oder TextGuard: Das Hamburger Unternehmen hat eine Software entwickelt, die zuerst nur Texte, jetzt aber auch Bilder und schützenswerte Publikationen im Internet aufspürt. Dieses Geschäftsfeld will TextGuard jetzt ausbauen und sich nicht mehr nur als „Waffe gegen böse Buben“ anbieten, sondern auch für intelligente Services wie Presse-Clippings oder Filter, mit denen Unternehmen ihre Blogs vor „infizierten“ Bildern schützen können. TextGuard nimmt politische Änderungen also bereits strategisch vorweg. Wir sind gespannt, wie sich diese Debatte entwickelt.
Da das Phänomen nicht neu und auch nicht auf den deutschen Markt beschränkt ist, wird sich sicher auch auf dem CEPIC Kongress das eine oder andere Gespräch darum drehen. Wir werden berichten!

Tipps & Tricks: CEPIC in London

Als wir Ihnen im Februar die britische Agentur Loop vorstellten, haben wir ganz vergessen zu erwähnen, dass neben dem Kronjubiläum der Queen, den Olympischen Spielen und der heutigen Wahl des schrägsten Bürgermeisters Londons ein weiteres Großereignis in England stattfindet: Der CEPIC Kongress 2012 – der Treffpunkt der internationalen Bildindustrie! Er tagt nämlich dieses Jahr in London und die Bildbeschaffer sind natürlich wieder dabei. Bitte nutzen Sie die Chance, uns schon im Vorfeld zu belagern: Was brennt Ihnen unter den Fingernägeln, worauf sollen wir unser besonderes Augenmerk für Sie richten? Haben Sie vielleicht sogar eine Botschaft, die wir in Form eines großen Banners auf diesen Weltmarktplatz der Bildindustrie mitnehmen sollen? Her damit auf cepic@die-bildbeschaffer.de! Am 15.5. geht es in London los und wir werden – wie im letzten Jahr – live auf Facebook vom Kongress berichten. Wenn Ihnen also jetzt noch keine Aufgabe an uns einfällt, können Sie uns diese auch live auf unserer Facebook-Seite stellen.

Dienstag, 3. April 2012

Thema des Monats: Pinterest III. – heute: neue AGBs

Wir wollen Sie ganz gewiss nicht langweilen. Aber da die wirklich interessanten Themen ja nicht wie die Krokusse aus dem Boden schießen, möchten wir uns noch einmal einem Pflänzchen widmen, das längst ein strammer Baum geworden ist und das uns ganz gewiss auch künftig noch beschäftigen wird: Pinterest! Aber wir fassen uns kurz, es ist schon so viel gesagt und wir sind immer noch irgendwie auch froh, dass wir nicht diejenigen sind, die entscheiden müssen, wie es richtig zu laufen hat.

Richtig finden wir, dass Pinterest seine AGBs geändert hat. Da ist der Druck wohl doch zu groß geworden – auch wenn man sich natürlich fragt, warum so etwas nicht von selbst geschieht. Zumal Pinterest in seiner Ankündigung hervorhebt, dass vor allem der Passus, „gepinnte“ Bilder verkaufen zu dürfen, entfernt wurde. Das wird so dargestellt, als hätte man tatsächlich niemals eine solche Absicht gehabt. Dabei ist immer noch ein bisschen fraglich, was für ein Geschäftsmodell eigentlich hinter Pinterest steckt. Das Motiv kann eigentlich nichts anderes sein als Kommerz pur: Pinterest verdient an jedem Besuch auf eine verlinkte Seite. Eine ziemlich gute Idee, die uns Anwendern – jenseits unserer Kritik – auch noch Spaß macht. Und aus urheberrechtlicher Sicht ist das Angebot, seine eigenen Bilder mittels Quellcode gegen das „Anpinnen“ zu schützen, schon ein sinnvoller und funktionierender Weg. Das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, wenn man Bilder „pinnt“, und dass man jemandem beim Stöbern auf Pinterest permanent Geld in den Klingelbeutel spielt, bleibt aber.

Hier geht es zu den neuen AGBs von Pinterest, die ab dem 06. April gelten.

Agentur des Monats: Johnér


Endlich sind die Tage wieder länger und wir haben – von der derzeitigen April-Wut abgesehen – das Versprechen des Frühlings zu sehen bekommen. Weil es so schön ist, blicken wir einfach mal ein bisschen weiter nördlich, dorthin, wo es manchmal sogar gar nicht dunkel wird: Zu unserer Agentur des Monats, nach Schweden! Dort kommt sie her. Sie heißt Johnér und wir mögen sie sehr.
Eigentlich gibt es Johnér schon ziemlich lange. Alten Hasen ist der Name Photonica noch ein Begriff, eine reichlich kreative Agentur, die in den 90ern und Anfang des neuen Jahrtausends ihre Hochphase hatte. Johnér war ein Department von Photonica, der Schwedenexperte sozusagen. Als Getty kam und Photonica kaufte, hat Johnér sich freigestrampelt und versorgt seither von Stockholm aus die ganze Welt mit skandinavischem Bildmaterial. Das ist es nämlich auch, woran sich Johnér erkennen lässt: Der typisch skandinavische Touch – professionell gepaart mit einem ganzen Rucksack voll kreativer und internationaler Erfahrung.
Das Besondere an Johnér ist: Sie ist eine von den klassischen Bildagenturen, die sich weiter gegen Microstocks behaupten. Eine kleine, stolze Agentur, in der Menschen arbeiten, die Bilder lieben. Lizenzpflichtige und lizenfreie Bilder von über 200 Fotografen sind hier zuhause, einiges Material wird auch selbst produziert. Kennzeichnend ist die für Johnér typische, authentische und eigene Bildsprache, die es in Tonalität, Farbe und Motiv schafft, Skandinavien ins Bild zu rücken. Das wird weltweit zunehmend geschätzt. Gerade erst wurde vergangenen Oktober ein Büro in New York eröffnet, um näher dran zu sein an dem für Johnér so wichtigen Absatzmarkt USA. Es ist davon auszugehen, dass der Aufwärtstrend dieser sympathischen Agentur anhält und das wünschen wir ihr!
Sagen Sie Hej! Und schauen Sie selbst: www.johner.com. Falls Sie einen guten Kontakt nach Stockholm brauchen, sagen Sie uns Bescheid – wir vermitteln gern!

Kompaktseminar Bildbeschaffung: Es läuft und läuft und läuft...

Sie kennen uns jetzt ja schon ein bisschen, deshalb wissen Sie, dass wir uns gerne wiederholen! Dass wir das aber auch nur dann tun, wenn es sich lohnt. Wir sind nämlich gerade auf Tour und das macht so einen Spaß, dass Sie davon erfahren müssen. Am vergangenen Donnerstag ging die Bildbeschaffer-Seminar-Tour in Hamburg mit einer offenen Veranstaltung los. Alex Karst war in Bestform und hat in einem kurzweiligen Seminar vermittelt, worauf es in der heutigen Zeit beim Bildkauf ankommt. Die Fanpost trudelt schon ein!

Sehr viel Freude hat uns unser Kunde Max Bahr bereitet: Weil gleich mehrere Kollegen zum Seminar kommen wollten, haben wir uns kurzerhand auf ein Inhouse-Seminar verständigt und eine nette, exklusive Veranstaltung daraus gemacht. Im Team lässt es sich schließlich viel besser lernen! Uns hat es Spaß gemacht, beim Kunden vor Ort zu sein und für die Marketingabteilung von Max Bahr war es gleich in doppelter Hinsicht super: Sie konnten „zuhause“ bleiben und haben auch noch Seminargebühren gespart.
Wäre das auch was für Sie? Melden Sie sich! Wir freuen uns, wenn wir auch zu Ihnen kommen dürfen!

Hier geht´s lang: seminar.die-bildbeschaffer.de