Die besten Tricks sind doch die, die man jederzeit nachlesen kann, finden Sie nicht? Da haben wir etwas für Sie! Der PR-Report, das Fachmagazin der PR-Branche, veröffentlicht seit einigen Wochen eine sehr interessante Serie auf seiner Website: „Die visuellen Aspekte der Kommunikation“. Nun raten Sie mal, wer als Experte dahinter steht? Richtig! Die Bildbeschaffer! Schritt für Schritt erfahren PR-Leute in dieser kleinen Reihe, worum es beim Umgang mit Bildern geht, was im Umfeld der sozialen Medien zu beachten ist, wie man unerlaubte Nutzungen vermeidet und welche Lizenzmodelle es gibt.
Die dazugehörigen Checklisten können auch Sie sich hier herunterladen: Allgemeine Bildverwendung, Verwendung in sozialen Netzen, Vermeidung von Klagen bei unerlaubten Nutzungen und die verschiedenen Lizenzmodelle. Weitere folgen natürlich.
Dienstag, 5. November 2013
Tipps & Tricks: Die Bildbeschaffer im PR Report
Eingestellt von
bildbeschaffer
um
11:08
Dienstag, 1. Oktober 2013
Agentur des Monats: Westend61
Unsere Agentur des Monats im Oktober ist die klassische Stock-Agentur Westend61 aus München. Und zwar aus gutem Grund: Der Markt und Westend61 feiern nämlich Rosenhochzeit. Die sind jetzt zehn Jahre zusammen. Und wir verschenken den schönsten Titel unseres Hauses nicht nur deshalb, weil die sich jetzt einen wohlverdienten Orden auf das Revers heften können. Sondern weil die einfach, ganz schlicht und ergreifend, wirklich wunderbare Bilder im Portfolio haben. Frisch, jung, hochwertig. Das passt nicht nur zu Gerald Staufer und Stefan Bock, den beiden Geschäftsführern, sondern auch zum gesamten Westend61-Team, den hochkarätigen festen und freien Fotografen. Und natürlich zu uns.
Bei ihrer Gründung wurden sie gefeiert als „Junge Wilde“ – aber eigentlich basiert ihr Erfolg auf einer Tradition, von der sich in den letzten Jahren viele Bildagenturen verabschiedet haben: Sie arbeiten als Partner mit ihren derzeit rund 300 Fotografen eng zusammen. Neben angenehmen allgemeinen Bedingungen (faire Honorare, schnelles Uploadsystem, Online-Infobereich für Fotografen) steht das Team von Westend61 außerdem mit Rat und Tat bei Produktionen und Shootings zur Seite. Die machen sie nicht mehr selbst, schießen aber finanziell etwas dazu und stellen einen Art Director zur Verfügung. Auch die Westend61-Academy, ein Blog und eine interne Google+-Community legen förmlich einen warmen Mantel um die besondere Spezies Qualitätsfotograf.
So wundert es auch nicht, dass schon seit 2005 Getty zu den Vertriebskanälen dieser feinen Agentur aus Süddeutschland gehört. Und weil Westend61 mit ihrem zehnjährigen Jubiläum der beste Beweis dafür sind, dass gute Fotografie in dieser Welt noch ihren Platz hat, werden sie das hoffentlich gebührend feiern. Verdient haben sie es und wir sagen von Herzen zum Geburtstag viel Glück!
Weitere Infos zur Agentur gibt es auf www.westend61.de, im Macrostock-Blog und natürlich bei den Bildbeschaffern.
Bei ihrer Gründung wurden sie gefeiert als „Junge Wilde“ – aber eigentlich basiert ihr Erfolg auf einer Tradition, von der sich in den letzten Jahren viele Bildagenturen verabschiedet haben: Sie arbeiten als Partner mit ihren derzeit rund 300 Fotografen eng zusammen. Neben angenehmen allgemeinen Bedingungen (faire Honorare, schnelles Uploadsystem, Online-Infobereich für Fotografen) steht das Team von Westend61 außerdem mit Rat und Tat bei Produktionen und Shootings zur Seite. Die machen sie nicht mehr selbst, schießen aber finanziell etwas dazu und stellen einen Art Director zur Verfügung. Auch die Westend61-Academy, ein Blog und eine interne Google+-Community legen förmlich einen warmen Mantel um die besondere Spezies Qualitätsfotograf.
So wundert es auch nicht, dass schon seit 2005 Getty zu den Vertriebskanälen dieser feinen Agentur aus Süddeutschland gehört. Und weil Westend61 mit ihrem zehnjährigen Jubiläum der beste Beweis dafür sind, dass gute Fotografie in dieser Welt noch ihren Platz hat, werden sie das hoffentlich gebührend feiern. Verdient haben sie es und wir sagen von Herzen zum Geburtstag viel Glück!
Weitere Infos zur Agentur gibt es auf www.westend61.de, im Macrostock-Blog und natürlich bei den Bildbeschaffern.
Thema des Monats: UPdate – Salon für Fotografie in Berlin
Wenn Sie am Freitag, den 25. Oktober 2013, das Gefühl haben, dass die halbe Branche nicht erreichbar ist, wird das stimmen. Denn dann trifft man sich zur UPdate in Berlin. Der Salon für Fotografie, wie sich dieser Szenetreff auch nennt, versteht sich als Plattform für Art Buyer, Kreative, Designstudios, Journalisten und wer sonst noch mit Bildern zu tun hat. Viele namhafte Repräsentanten aus aller Welt werden kommen, die neuesten Trends vorstellen oder bestaunen und sich über das austauschen, was die Herzen bewegt. Wir gehen auch hin. Mal sehen, was die Branche so ausheckt.
Wenn Sie selbst zu der anderen Hälfte des Bildsektors gehören, die nicht selbst vor Ort sind, schicken Sie uns doch gerne Ihre Fragen oder Anliegen. Mit denen gehen wir dann in Ihrem Sinne durch den hoffentlich anregenden Tag. Falls Sie nicht genau wissen, was Sie uns mitgeben wollen, lassen Sie sich vom UPdate-Programm und „Line up“ inspirieren. Die Chance ist einmalig, nutzen Sie sie: zentrale@die-bildbeschaffer.de, Stichwort UPdate.
Wenn Sie selbst zu der anderen Hälfte des Bildsektors gehören, die nicht selbst vor Ort sind, schicken Sie uns doch gerne Ihre Fragen oder Anliegen. Mit denen gehen wir dann in Ihrem Sinne durch den hoffentlich anregenden Tag. Falls Sie nicht genau wissen, was Sie uns mitgeben wollen, lassen Sie sich vom UPdate-Programm und „Line up“ inspirieren. Die Chance ist einmalig, nutzen Sie sie: zentrale@die-bildbeschaffer.de, Stichwort UPdate.
Tools & Tricks: Eine Revolution in der Bildbearbeitung namens 3-Sweep
Mit einer kleinen technischen Sensation starten wir in den Herbst: 3-Sweep ist eine neue Software, die die Bildbearbeitung verändern wird. Wir dachten ja immer, dass mehr eigentlich nicht geht. Aber dieses Programm macht es möglich, einzelne Gegenstände innerhalb eines Fotos frei zu bewegen, zu drehen und zu skalieren – ganz wie in einem 3D-Programm. Dafür wird das entsprechende Objekt mit nur drei Strichen in seinen drei Dimensionen Höhe, Breite und Tiefe erfasst. Anschließend kann es extrahiert und beliebig verändert oder neu positioniert werden. Was die Postproduction bislang aufwändig mithilfe von Vektordateien, 3D-Grafiken und hohem Kunstgeschickt geschafft hat, wird nun vielleicht nur noch von einer vermeintlich kleinen Software erledigt. So lassen sich Fotos, die nicht mehr reproduzierbar sind, nachträglich komplett neu gestalten. So lange die entsprechenden Objekte eine relativ glatte Oberfläche haben und sich die Schattenwürfe auch in der neuen Position darstellen lassen, wird sich die Produktion und die Postproduktion erheblich verändern. Wo führt das hin? Werden Motive künftig von vorne herein so abgelichtet, dass sie bei Bedarf in jede Dimension hin veränderbar sind? Was heißt das für die Branche? Wir sind auf jeden Fall zutiefst beeindruckt und glauben jetzt nicht mehr daran, dass wir schon alles gesehen haben.
Die 3-Sweep-Software wird im November auf der Siggraph Asia Messe in Hongkong vorstellt. Entwickelt wurde sie von einem fünfköpfigen Spezialistenteam. Wann die Software nach Deutschland kommt, wissen wir noch nicht. Aber wenn Sie es wünschen, halten wir für Sie Augen und Ohren auf.
Die 3-Sweep-Software wird im November auf der Siggraph Asia Messe in Hongkong vorstellt. Entwickelt wurde sie von einem fünfköpfigen Spezialistenteam. Wann die Software nach Deutschland kommt, wissen wir noch nicht. Aber wenn Sie es wünschen, halten wir für Sie Augen und Ohren auf.
Dienstag, 3. September 2013
Agentur des Monats: Stocksy und Offset
Eigentlich haben diese beiden neuen Agenturen nichts miteinander zu tun. Dennoch möchten wir Ihnen Stocksy und Offset gemeinsam als neue Agenturen des Monats präsentieren. Beide verbindet ein Umgang mit Bildern und Bildsprachen, die wir von Microstocks definitiv nicht gewohnt sind: schöne Suchergebnis-Seiten, große Layoutbilder und eine kleine aber feine Auswahl an Motiven.
Sie erinnern sich noch: Istockphoto wurde vor sieben Jahren an getty images verkauft, die Gründer waren noch einige Jahre für getty aktiv, verließen dann aber die Agentur. Bruce Livingstone, einen der Gründer, zog es jetzt wieder in den Bildermarkt. Mit einem interessanten Preismodell: Im Prinzip lizenzfrei werden die Bilder von Stocksy zu Preisen zwischen $ 10,00 und $ 100,00 angeboten – einzige Einschränkung: Die Druckauflage ist auf 250.000 begrenzt. Die Erweiterungslizenz ist für $ 300,00 zu haben. OK, Produkte für den Wiederverkauf – also Poster etc, sind noch ausgeschlossen, aber auch dafür gibt es Lizenzen. Und die Bilder sind sauber für die Werbung: Jedes Bild mit Personen habe entsprechende Model-Releases, schrieb uns die Agentur. Unter den Fotografen tummeln sich bekannte Größen wie Gavin Hellier. Er ist seit Jahren als hervorragender Reisefotograf für lizenzpflichtige Agenturen unterwegs und legt hier keineswegs nur Ausschuss ab, sondern Material, das eine moderne, elegische Bildsprache bedient.
Vielleicht überzeugte ihn das Argument von Bruce Livingstone, Stocksy schütte den höchsten Prozentsatz des Verkaufserlöses der Branche aus – auch wenn zumindest auf der Website über den genauen Anteil geschwiegen wird. Stocksy ist für uns eine der Agenturen des Monats, weil wir hier wirklich frische Bilder zu fairen Konditionen finden. Noch nicht viel – zu „India“ gibt es 307 Treffer – aber wir sind gespannt, wohin sich diese Kollektion entwickelt.
Ebenfalls überschaubare Trefferzahlen – 206 für „India“ – zeigt Offset, das neue Spinn-Off der Microstock-Agentur Shutterstock. Wer jetzt denkt, hier werden einfach die schönsten Shutterstock-Bilder gezeigt, der irrt. Shutterstock hat für Offset seit Monaten den klassischen lizenzfreien und lizenzpflichtigen Bildagenturen die Türen eingerannt und zeigt hier jetzt die ersten Ergebnisse: Agenturen wie westend61, National Geographics oder CAVAN Images, eine Produktionsagentur für getty images zeigen hier eine kleine Auswahl ihrer Kollektionen. Die Lizenzen sind auf ein Minimum reduziert: Es gibt 2 Dateigrößen – eine 3MB-Screen-Datei für $ 250,00 und eine 50MB-Druck-Größe für $ 500,00 mit allen Rechten, wie wir es von Lizenzfreien gewohnt sind.
Laut Lizenz sind die Models released, außer, es steht „Editorial“ dabei – so etwas haben wir aber noch nicht gefunden. Dafür haben wir eine saubere Verschlagwortung entdeckt: Die Suche nach Hamburg findet endlich mal keine Bratklopse.
Wenig. Und gut präsentiert – ein Grund für Offset, die zweite Agentur des Monats zu sein.
Sie erinnern sich noch: Istockphoto wurde vor sieben Jahren an getty images verkauft, die Gründer waren noch einige Jahre für getty aktiv, verließen dann aber die Agentur. Bruce Livingstone, einen der Gründer, zog es jetzt wieder in den Bildermarkt. Mit einem interessanten Preismodell: Im Prinzip lizenzfrei werden die Bilder von Stocksy zu Preisen zwischen $ 10,00 und $ 100,00 angeboten – einzige Einschränkung: Die Druckauflage ist auf 250.000 begrenzt. Die Erweiterungslizenz ist für $ 300,00 zu haben. OK, Produkte für den Wiederverkauf – also Poster etc, sind noch ausgeschlossen, aber auch dafür gibt es Lizenzen. Und die Bilder sind sauber für die Werbung: Jedes Bild mit Personen habe entsprechende Model-Releases, schrieb uns die Agentur. Unter den Fotografen tummeln sich bekannte Größen wie Gavin Hellier. Er ist seit Jahren als hervorragender Reisefotograf für lizenzpflichtige Agenturen unterwegs und legt hier keineswegs nur Ausschuss ab, sondern Material, das eine moderne, elegische Bildsprache bedient.
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| Große Layoutbilder bei Stocksy |
Vielleicht überzeugte ihn das Argument von Bruce Livingstone, Stocksy schütte den höchsten Prozentsatz des Verkaufserlöses der Branche aus – auch wenn zumindest auf der Website über den genauen Anteil geschwiegen wird. Stocksy ist für uns eine der Agenturen des Monats, weil wir hier wirklich frische Bilder zu fairen Konditionen finden. Noch nicht viel – zu „India“ gibt es 307 Treffer – aber wir sind gespannt, wohin sich diese Kollektion entwickelt.
Ebenfalls überschaubare Trefferzahlen – 206 für „India“ – zeigt Offset, das neue Spinn-Off der Microstock-Agentur Shutterstock. Wer jetzt denkt, hier werden einfach die schönsten Shutterstock-Bilder gezeigt, der irrt. Shutterstock hat für Offset seit Monaten den klassischen lizenzfreien und lizenzpflichtigen Bildagenturen die Türen eingerannt und zeigt hier jetzt die ersten Ergebnisse: Agenturen wie westend61, National Geographics oder CAVAN Images, eine Produktionsagentur für getty images zeigen hier eine kleine Auswahl ihrer Kollektionen. Die Lizenzen sind auf ein Minimum reduziert: Es gibt 2 Dateigrößen – eine 3MB-Screen-Datei für $ 250,00 und eine 50MB-Druck-Größe für $ 500,00 mit allen Rechten, wie wir es von Lizenzfreien gewohnt sind.
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| Große Bilder im Suchergebnis bei Offset |
Laut Lizenz sind die Models released, außer, es steht „Editorial“ dabei – so etwas haben wir aber noch nicht gefunden. Dafür haben wir eine saubere Verschlagwortung entdeckt: Die Suche nach Hamburg findet endlich mal keine Bratklopse.
Wenig. Und gut präsentiert – ein Grund für Offset, die zweite Agentur des Monats zu sein.
Thema des Monats: Wahlwerbung mit Stockmaterial
Sie haben es bestimmt gelesen – es stand im Spiegel, in der Zeit, bei Kress und wuv.de: Die Werbeagentur Wegmeister entdeckte, dass eine glücklich radelnde Familie sowohl für die NPD, als auch für die FDP wirbt – nebenbei auch für finnischen Quark und sicher noch für ein paar andere ebenso sinnstiftende Dinge...
Diese Familie war auch nicht das einzige Stock-Material in den Spots – der Spot der FDP scheint bis auf das Erscheinen von Herrn Brüderle komplett aus Stockmaterial gebaut zu sein. Für uns Anlass genug, uns einmal die Lizenzbedingungen vorzuknöpfen.
Wo kommen die Radler eigentlich her? Dieser Clip stammt von SimonKr, der ihn bei istockphoto einstellte – allerdings ist dieser Clip mittlerweile auch über gettyimages.com als lizenzfreier Clip zu haben. Spannend dabei: istockphoto - wie viele andere Microstock-Anbieter auch - verbieten in ihren Lizenzbedingungen den Einsatz von Models für politische Werbung; getty images hingegen nicht. Wer den entsprechenden Passus bei istockphoto genau liest, muss sich allerdings so richtig gruseln: Hier wird prinzipiell verboten, Models als Testimonials einzusetzen:
„4. Beschränkungen [...]:
Abs. 7: Nutzung oder Darstellung jeglichen Inhalts, der ein Modell oder eine Person enthält, wenn (a) diese Nutzung oder Darstellung in einer Art und Weise erfolgt, die bei einer vernünftigen Person die Annahme hervorrufen kann, dass die Person ein Geschäft, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Sache, eine Vereinigung oder einen sonstigen Zweck nutzt oder unterstützt...“.
Das ist harter Tobak und auf Nachfrage konnte oder wollte uns istockphoto bei einem ganz ähnlichen Kunden, einer Gewerkschaft, keine Genehmigung zum Einsatz eines Models als Testimonial erteilen. Jetzt könnte man die Frage diskutieren, ob diese Familie überhaupt als Testimonial eingesetzt wird oder ob sie einfach nur als illustratives Element dastehen, als typisch deutsche Familie, die ja keiner der beiden Parteien anhängen muss. OK. Aber aus der Perspektive der Familie: Möchte sie – möchten SIE in einem Wahlspot der NPD auftauchen?
Und wenn Sie Models aus dem Microstock als Testimonials für Ihre Marken einsetzen, stehen Sie dann auch bereits mit einem Bein im Knast? Laut dieses Passus‘ in der istockphoto-Lizenz ja – aber der Alltag zeigt ja, dass dieses Gericht nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Eine mögliche Deutung: Amerikanische Unternehmen wie istockphoto müssen sich in ihren Standard-Lizenzen gegen alles Mögliche absichern, um dann im Ernstfall darauf verweisen zu können. Reagieren werden sie aber nur, wenn es wirklich brennt – wie im Fall der rechten Schweizer Partei SVP, die vor Jahren einen grimmig blickenden, südländisch wirkenden Macho mit dem Spruch: „Heute Vergewaltiger, morgen Schweizer?“ zeigte. Hier greift dann aber eher auch der Passus 4.6 der istockphoto-Lizenz, der Diffamierungen der Models untersagt. Dieses Motiv wurde tatsächlich dann von istockphoto gekippt!
Soweit istockphoto. Nun wissen wir, dass zumindest die FDP diesen FilmClip bei getty images lizensierte. Hier der entsprechende Lizenztext:
„3. Beschränkungen. [...]
5 Bei Verwendung von Lizenzmaterial, auf dem ein Fotomodel oder Objekt in Verbindung mit einem Thema erscheint, das auf den gewöhnlichen Betrachter verletzend oder unangemessen kontrovers wirkt, muss der Lizenznehmer bei jeder derartigen Verwendung eine Erklärung hinzufügen, aus welcher hervorgeht, (i) dass das Lizenzmaterial lediglich zu Illustrationszwecken eingesetzt wird und (ii) es sich bei der ggf. abgebildeten Person um ein Fotomodell handelt....“.
OK. Demnach müsste im Wahlspot eingeblendet werden: „Wir sind nur Fotomodelle, keine FDP-Wähler“? Nunja, getty images erlaubt grundsätzlich Wahlwerbung, verweist allerdings auch bei jedem Kauf darauf, dass Bilder und Filme vor Allem für Wahlwerbung besser exklusiv eingekauft werden sollten – so hätte man genau diese Situation, in der die FDP jetzt steckt, vermeiden können. Exklusivität ist aber teuer – eigene Shootings wären da sicher eine ehrlichere und günstigere Variante, aber Zeit und Budget stehen dem eigenen Shooting ja doch regelmäßig im Weg...
Dass aber der nicht exklusive Einsatz von Testimonials in der (Wahl-) Werbung richtig schief gehen kann, zeigt eine ältere Geschichte aus Irland: Hier warb die eine Partei mit dem Portait einer Frau: „On sunday, I will vote for xy“ – woraufhin die gegnerische Partei das gleiche Model nahm: „... I changed my mind...“.
Diese Familie war auch nicht das einzige Stock-Material in den Spots – der Spot der FDP scheint bis auf das Erscheinen von Herrn Brüderle komplett aus Stockmaterial gebaut zu sein. Für uns Anlass genug, uns einmal die Lizenzbedingungen vorzuknöpfen.
Wo kommen die Radler eigentlich her? Dieser Clip stammt von SimonKr, der ihn bei istockphoto einstellte – allerdings ist dieser Clip mittlerweile auch über gettyimages.com als lizenzfreier Clip zu haben. Spannend dabei: istockphoto - wie viele andere Microstock-Anbieter auch - verbieten in ihren Lizenzbedingungen den Einsatz von Models für politische Werbung; getty images hingegen nicht. Wer den entsprechenden Passus bei istockphoto genau liest, muss sich allerdings so richtig gruseln: Hier wird prinzipiell verboten, Models als Testimonials einzusetzen:
„4. Beschränkungen [...]:
Abs. 7: Nutzung oder Darstellung jeglichen Inhalts, der ein Modell oder eine Person enthält, wenn (a) diese Nutzung oder Darstellung in einer Art und Weise erfolgt, die bei einer vernünftigen Person die Annahme hervorrufen kann, dass die Person ein Geschäft, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Sache, eine Vereinigung oder einen sonstigen Zweck nutzt oder unterstützt...“.
Das ist harter Tobak und auf Nachfrage konnte oder wollte uns istockphoto bei einem ganz ähnlichen Kunden, einer Gewerkschaft, keine Genehmigung zum Einsatz eines Models als Testimonial erteilen. Jetzt könnte man die Frage diskutieren, ob diese Familie überhaupt als Testimonial eingesetzt wird oder ob sie einfach nur als illustratives Element dastehen, als typisch deutsche Familie, die ja keiner der beiden Parteien anhängen muss. OK. Aber aus der Perspektive der Familie: Möchte sie – möchten SIE in einem Wahlspot der NPD auftauchen?
Und wenn Sie Models aus dem Microstock als Testimonials für Ihre Marken einsetzen, stehen Sie dann auch bereits mit einem Bein im Knast? Laut dieses Passus‘ in der istockphoto-Lizenz ja – aber der Alltag zeigt ja, dass dieses Gericht nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Eine mögliche Deutung: Amerikanische Unternehmen wie istockphoto müssen sich in ihren Standard-Lizenzen gegen alles Mögliche absichern, um dann im Ernstfall darauf verweisen zu können. Reagieren werden sie aber nur, wenn es wirklich brennt – wie im Fall der rechten Schweizer Partei SVP, die vor Jahren einen grimmig blickenden, südländisch wirkenden Macho mit dem Spruch: „Heute Vergewaltiger, morgen Schweizer?“ zeigte. Hier greift dann aber eher auch der Passus 4.6 der istockphoto-Lizenz, der Diffamierungen der Models untersagt. Dieses Motiv wurde tatsächlich dann von istockphoto gekippt!
Soweit istockphoto. Nun wissen wir, dass zumindest die FDP diesen FilmClip bei getty images lizensierte. Hier der entsprechende Lizenztext:
„3. Beschränkungen. [...]
5 Bei Verwendung von Lizenzmaterial, auf dem ein Fotomodel oder Objekt in Verbindung mit einem Thema erscheint, das auf den gewöhnlichen Betrachter verletzend oder unangemessen kontrovers wirkt, muss der Lizenznehmer bei jeder derartigen Verwendung eine Erklärung hinzufügen, aus welcher hervorgeht, (i) dass das Lizenzmaterial lediglich zu Illustrationszwecken eingesetzt wird und (ii) es sich bei der ggf. abgebildeten Person um ein Fotomodell handelt....“.
OK. Demnach müsste im Wahlspot eingeblendet werden: „Wir sind nur Fotomodelle, keine FDP-Wähler“? Nunja, getty images erlaubt grundsätzlich Wahlwerbung, verweist allerdings auch bei jedem Kauf darauf, dass Bilder und Filme vor Allem für Wahlwerbung besser exklusiv eingekauft werden sollten – so hätte man genau diese Situation, in der die FDP jetzt steckt, vermeiden können. Exklusivität ist aber teuer – eigene Shootings wären da sicher eine ehrlichere und günstigere Variante, aber Zeit und Budget stehen dem eigenen Shooting ja doch regelmäßig im Weg...
Dass aber der nicht exklusive Einsatz von Testimonials in der (Wahl-) Werbung richtig schief gehen kann, zeigt eine ältere Geschichte aus Irland: Hier warb die eine Partei mit dem Portait einer Frau: „On sunday, I will vote for xy“ – woraufhin die gegnerische Partei das gleiche Model nahm: „... I changed my mind...“.
Eingestellt von
bildbeschaffer
um
09:32
Tipps & Tricks: kostenlose Photoshop-Alternativen
Hat man sich einmal in Photoshop eingearbeitet, wird man es sicher nicht mehr aus der Hand geben wollen. Wer aber nur sporadisch an Bildern arbeiten muss und deshalb die Kosten für Photoshop scheut, findet sicher hier im Artikel von Birgit Riegler für den Standard eine passende Alternative.
Haben Sie noch weitere Tipps? Dann immer her damit!
Haben Sie noch weitere Tipps? Dann immer her damit!
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