Mit einer kleinen technischen Sensation starten wir in den Herbst: 3-Sweep ist eine neue Software, die die Bildbearbeitung verändern wird. Wir dachten ja immer, dass mehr eigentlich nicht geht. Aber dieses Programm macht es möglich, einzelne Gegenstände innerhalb eines Fotos frei zu bewegen, zu drehen und zu skalieren – ganz wie in einem 3D-Programm. Dafür wird das entsprechende Objekt mit nur drei Strichen in seinen drei Dimensionen Höhe, Breite und Tiefe erfasst. Anschließend kann es extrahiert und beliebig verändert oder neu positioniert werden. Was die Postproduction bislang aufwändig mithilfe von Vektordateien, 3D-Grafiken und hohem Kunstgeschickt geschafft hat, wird nun vielleicht nur noch von einer vermeintlich kleinen Software erledigt. So lassen sich Fotos, die nicht mehr reproduzierbar sind, nachträglich komplett neu gestalten. So lange die entsprechenden Objekte eine relativ glatte Oberfläche haben und sich die Schattenwürfe auch in der neuen Position darstellen lassen, wird sich die Produktion und die Postproduktion erheblich verändern. Wo führt das hin? Werden Motive künftig von vorne herein so abgelichtet, dass sie bei Bedarf in jede Dimension hin veränderbar sind? Was heißt das für die Branche? Wir sind auf jeden Fall zutiefst beeindruckt und glauben jetzt nicht mehr daran, dass wir schon alles gesehen haben.
Die 3-Sweep-Software wird im November auf der Siggraph Asia Messe in Hongkong vorstellt. Entwickelt wurde sie von einem fünfköpfigen Spezialistenteam. Wann die Software nach Deutschland kommt, wissen wir noch nicht. Aber wenn Sie es wünschen, halten wir für Sie Augen und Ohren auf.
Dienstag, 1. Oktober 2013
Dienstag, 3. September 2013
Agentur des Monats: Stocksy und Offset
Eigentlich haben diese beiden neuen Agenturen nichts miteinander zu tun. Dennoch möchten wir Ihnen Stocksy und Offset gemeinsam als neue Agenturen des Monats präsentieren. Beide verbindet ein Umgang mit Bildern und Bildsprachen, die wir von Microstocks definitiv nicht gewohnt sind: schöne Suchergebnis-Seiten, große Layoutbilder und eine kleine aber feine Auswahl an Motiven.
Sie erinnern sich noch: Istockphoto wurde vor sieben Jahren an getty images verkauft, die Gründer waren noch einige Jahre für getty aktiv, verließen dann aber die Agentur. Bruce Livingstone, einen der Gründer, zog es jetzt wieder in den Bildermarkt. Mit einem interessanten Preismodell: Im Prinzip lizenzfrei werden die Bilder von Stocksy zu Preisen zwischen $ 10,00 und $ 100,00 angeboten – einzige Einschränkung: Die Druckauflage ist auf 250.000 begrenzt. Die Erweiterungslizenz ist für $ 300,00 zu haben. OK, Produkte für den Wiederverkauf – also Poster etc, sind noch ausgeschlossen, aber auch dafür gibt es Lizenzen. Und die Bilder sind sauber für die Werbung: Jedes Bild mit Personen habe entsprechende Model-Releases, schrieb uns die Agentur. Unter den Fotografen tummeln sich bekannte Größen wie Gavin Hellier. Er ist seit Jahren als hervorragender Reisefotograf für lizenzpflichtige Agenturen unterwegs und legt hier keineswegs nur Ausschuss ab, sondern Material, das eine moderne, elegische Bildsprache bedient.
Vielleicht überzeugte ihn das Argument von Bruce Livingstone, Stocksy schütte den höchsten Prozentsatz des Verkaufserlöses der Branche aus – auch wenn zumindest auf der Website über den genauen Anteil geschwiegen wird. Stocksy ist für uns eine der Agenturen des Monats, weil wir hier wirklich frische Bilder zu fairen Konditionen finden. Noch nicht viel – zu „India“ gibt es 307 Treffer – aber wir sind gespannt, wohin sich diese Kollektion entwickelt.
Ebenfalls überschaubare Trefferzahlen – 206 für „India“ – zeigt Offset, das neue Spinn-Off der Microstock-Agentur Shutterstock. Wer jetzt denkt, hier werden einfach die schönsten Shutterstock-Bilder gezeigt, der irrt. Shutterstock hat für Offset seit Monaten den klassischen lizenzfreien und lizenzpflichtigen Bildagenturen die Türen eingerannt und zeigt hier jetzt die ersten Ergebnisse: Agenturen wie westend61, National Geographics oder CAVAN Images, eine Produktionsagentur für getty images zeigen hier eine kleine Auswahl ihrer Kollektionen. Die Lizenzen sind auf ein Minimum reduziert: Es gibt 2 Dateigrößen – eine 3MB-Screen-Datei für $ 250,00 und eine 50MB-Druck-Größe für $ 500,00 mit allen Rechten, wie wir es von Lizenzfreien gewohnt sind.
Laut Lizenz sind die Models released, außer, es steht „Editorial“ dabei – so etwas haben wir aber noch nicht gefunden. Dafür haben wir eine saubere Verschlagwortung entdeckt: Die Suche nach Hamburg findet endlich mal keine Bratklopse.
Wenig. Und gut präsentiert – ein Grund für Offset, die zweite Agentur des Monats zu sein.
Sie erinnern sich noch: Istockphoto wurde vor sieben Jahren an getty images verkauft, die Gründer waren noch einige Jahre für getty aktiv, verließen dann aber die Agentur. Bruce Livingstone, einen der Gründer, zog es jetzt wieder in den Bildermarkt. Mit einem interessanten Preismodell: Im Prinzip lizenzfrei werden die Bilder von Stocksy zu Preisen zwischen $ 10,00 und $ 100,00 angeboten – einzige Einschränkung: Die Druckauflage ist auf 250.000 begrenzt. Die Erweiterungslizenz ist für $ 300,00 zu haben. OK, Produkte für den Wiederverkauf – also Poster etc, sind noch ausgeschlossen, aber auch dafür gibt es Lizenzen. Und die Bilder sind sauber für die Werbung: Jedes Bild mit Personen habe entsprechende Model-Releases, schrieb uns die Agentur. Unter den Fotografen tummeln sich bekannte Größen wie Gavin Hellier. Er ist seit Jahren als hervorragender Reisefotograf für lizenzpflichtige Agenturen unterwegs und legt hier keineswegs nur Ausschuss ab, sondern Material, das eine moderne, elegische Bildsprache bedient.
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| Große Layoutbilder bei Stocksy |
Vielleicht überzeugte ihn das Argument von Bruce Livingstone, Stocksy schütte den höchsten Prozentsatz des Verkaufserlöses der Branche aus – auch wenn zumindest auf der Website über den genauen Anteil geschwiegen wird. Stocksy ist für uns eine der Agenturen des Monats, weil wir hier wirklich frische Bilder zu fairen Konditionen finden. Noch nicht viel – zu „India“ gibt es 307 Treffer – aber wir sind gespannt, wohin sich diese Kollektion entwickelt.
Ebenfalls überschaubare Trefferzahlen – 206 für „India“ – zeigt Offset, das neue Spinn-Off der Microstock-Agentur Shutterstock. Wer jetzt denkt, hier werden einfach die schönsten Shutterstock-Bilder gezeigt, der irrt. Shutterstock hat für Offset seit Monaten den klassischen lizenzfreien und lizenzpflichtigen Bildagenturen die Türen eingerannt und zeigt hier jetzt die ersten Ergebnisse: Agenturen wie westend61, National Geographics oder CAVAN Images, eine Produktionsagentur für getty images zeigen hier eine kleine Auswahl ihrer Kollektionen. Die Lizenzen sind auf ein Minimum reduziert: Es gibt 2 Dateigrößen – eine 3MB-Screen-Datei für $ 250,00 und eine 50MB-Druck-Größe für $ 500,00 mit allen Rechten, wie wir es von Lizenzfreien gewohnt sind.
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| Große Bilder im Suchergebnis bei Offset |
Laut Lizenz sind die Models released, außer, es steht „Editorial“ dabei – so etwas haben wir aber noch nicht gefunden. Dafür haben wir eine saubere Verschlagwortung entdeckt: Die Suche nach Hamburg findet endlich mal keine Bratklopse.
Wenig. Und gut präsentiert – ein Grund für Offset, die zweite Agentur des Monats zu sein.
Thema des Monats: Wahlwerbung mit Stockmaterial
Sie haben es bestimmt gelesen – es stand im Spiegel, in der Zeit, bei Kress und wuv.de: Die Werbeagentur Wegmeister entdeckte, dass eine glücklich radelnde Familie sowohl für die NPD, als auch für die FDP wirbt – nebenbei auch für finnischen Quark und sicher noch für ein paar andere ebenso sinnstiftende Dinge...
Diese Familie war auch nicht das einzige Stock-Material in den Spots – der Spot der FDP scheint bis auf das Erscheinen von Herrn Brüderle komplett aus Stockmaterial gebaut zu sein. Für uns Anlass genug, uns einmal die Lizenzbedingungen vorzuknöpfen.
Wo kommen die Radler eigentlich her? Dieser Clip stammt von SimonKr, der ihn bei istockphoto einstellte – allerdings ist dieser Clip mittlerweile auch über gettyimages.com als lizenzfreier Clip zu haben. Spannend dabei: istockphoto - wie viele andere Microstock-Anbieter auch - verbieten in ihren Lizenzbedingungen den Einsatz von Models für politische Werbung; getty images hingegen nicht. Wer den entsprechenden Passus bei istockphoto genau liest, muss sich allerdings so richtig gruseln: Hier wird prinzipiell verboten, Models als Testimonials einzusetzen:
„4. Beschränkungen [...]:
Abs. 7: Nutzung oder Darstellung jeglichen Inhalts, der ein Modell oder eine Person enthält, wenn (a) diese Nutzung oder Darstellung in einer Art und Weise erfolgt, die bei einer vernünftigen Person die Annahme hervorrufen kann, dass die Person ein Geschäft, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Sache, eine Vereinigung oder einen sonstigen Zweck nutzt oder unterstützt...“.
Das ist harter Tobak und auf Nachfrage konnte oder wollte uns istockphoto bei einem ganz ähnlichen Kunden, einer Gewerkschaft, keine Genehmigung zum Einsatz eines Models als Testimonial erteilen. Jetzt könnte man die Frage diskutieren, ob diese Familie überhaupt als Testimonial eingesetzt wird oder ob sie einfach nur als illustratives Element dastehen, als typisch deutsche Familie, die ja keiner der beiden Parteien anhängen muss. OK. Aber aus der Perspektive der Familie: Möchte sie – möchten SIE in einem Wahlspot der NPD auftauchen?
Und wenn Sie Models aus dem Microstock als Testimonials für Ihre Marken einsetzen, stehen Sie dann auch bereits mit einem Bein im Knast? Laut dieses Passus‘ in der istockphoto-Lizenz ja – aber der Alltag zeigt ja, dass dieses Gericht nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Eine mögliche Deutung: Amerikanische Unternehmen wie istockphoto müssen sich in ihren Standard-Lizenzen gegen alles Mögliche absichern, um dann im Ernstfall darauf verweisen zu können. Reagieren werden sie aber nur, wenn es wirklich brennt – wie im Fall der rechten Schweizer Partei SVP, die vor Jahren einen grimmig blickenden, südländisch wirkenden Macho mit dem Spruch: „Heute Vergewaltiger, morgen Schweizer?“ zeigte. Hier greift dann aber eher auch der Passus 4.6 der istockphoto-Lizenz, der Diffamierungen der Models untersagt. Dieses Motiv wurde tatsächlich dann von istockphoto gekippt!
Soweit istockphoto. Nun wissen wir, dass zumindest die FDP diesen FilmClip bei getty images lizensierte. Hier der entsprechende Lizenztext:
„3. Beschränkungen. [...]
5 Bei Verwendung von Lizenzmaterial, auf dem ein Fotomodel oder Objekt in Verbindung mit einem Thema erscheint, das auf den gewöhnlichen Betrachter verletzend oder unangemessen kontrovers wirkt, muss der Lizenznehmer bei jeder derartigen Verwendung eine Erklärung hinzufügen, aus welcher hervorgeht, (i) dass das Lizenzmaterial lediglich zu Illustrationszwecken eingesetzt wird und (ii) es sich bei der ggf. abgebildeten Person um ein Fotomodell handelt....“.
OK. Demnach müsste im Wahlspot eingeblendet werden: „Wir sind nur Fotomodelle, keine FDP-Wähler“? Nunja, getty images erlaubt grundsätzlich Wahlwerbung, verweist allerdings auch bei jedem Kauf darauf, dass Bilder und Filme vor Allem für Wahlwerbung besser exklusiv eingekauft werden sollten – so hätte man genau diese Situation, in der die FDP jetzt steckt, vermeiden können. Exklusivität ist aber teuer – eigene Shootings wären da sicher eine ehrlichere und günstigere Variante, aber Zeit und Budget stehen dem eigenen Shooting ja doch regelmäßig im Weg...
Dass aber der nicht exklusive Einsatz von Testimonials in der (Wahl-) Werbung richtig schief gehen kann, zeigt eine ältere Geschichte aus Irland: Hier warb die eine Partei mit dem Portait einer Frau: „On sunday, I will vote for xy“ – woraufhin die gegnerische Partei das gleiche Model nahm: „... I changed my mind...“.
Diese Familie war auch nicht das einzige Stock-Material in den Spots – der Spot der FDP scheint bis auf das Erscheinen von Herrn Brüderle komplett aus Stockmaterial gebaut zu sein. Für uns Anlass genug, uns einmal die Lizenzbedingungen vorzuknöpfen.
Wo kommen die Radler eigentlich her? Dieser Clip stammt von SimonKr, der ihn bei istockphoto einstellte – allerdings ist dieser Clip mittlerweile auch über gettyimages.com als lizenzfreier Clip zu haben. Spannend dabei: istockphoto - wie viele andere Microstock-Anbieter auch - verbieten in ihren Lizenzbedingungen den Einsatz von Models für politische Werbung; getty images hingegen nicht. Wer den entsprechenden Passus bei istockphoto genau liest, muss sich allerdings so richtig gruseln: Hier wird prinzipiell verboten, Models als Testimonials einzusetzen:
„4. Beschränkungen [...]:
Abs. 7: Nutzung oder Darstellung jeglichen Inhalts, der ein Modell oder eine Person enthält, wenn (a) diese Nutzung oder Darstellung in einer Art und Weise erfolgt, die bei einer vernünftigen Person die Annahme hervorrufen kann, dass die Person ein Geschäft, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Sache, eine Vereinigung oder einen sonstigen Zweck nutzt oder unterstützt...“.
Das ist harter Tobak und auf Nachfrage konnte oder wollte uns istockphoto bei einem ganz ähnlichen Kunden, einer Gewerkschaft, keine Genehmigung zum Einsatz eines Models als Testimonial erteilen. Jetzt könnte man die Frage diskutieren, ob diese Familie überhaupt als Testimonial eingesetzt wird oder ob sie einfach nur als illustratives Element dastehen, als typisch deutsche Familie, die ja keiner der beiden Parteien anhängen muss. OK. Aber aus der Perspektive der Familie: Möchte sie – möchten SIE in einem Wahlspot der NPD auftauchen?
Und wenn Sie Models aus dem Microstock als Testimonials für Ihre Marken einsetzen, stehen Sie dann auch bereits mit einem Bein im Knast? Laut dieses Passus‘ in der istockphoto-Lizenz ja – aber der Alltag zeigt ja, dass dieses Gericht nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Eine mögliche Deutung: Amerikanische Unternehmen wie istockphoto müssen sich in ihren Standard-Lizenzen gegen alles Mögliche absichern, um dann im Ernstfall darauf verweisen zu können. Reagieren werden sie aber nur, wenn es wirklich brennt – wie im Fall der rechten Schweizer Partei SVP, die vor Jahren einen grimmig blickenden, südländisch wirkenden Macho mit dem Spruch: „Heute Vergewaltiger, morgen Schweizer?“ zeigte. Hier greift dann aber eher auch der Passus 4.6 der istockphoto-Lizenz, der Diffamierungen der Models untersagt. Dieses Motiv wurde tatsächlich dann von istockphoto gekippt!
Soweit istockphoto. Nun wissen wir, dass zumindest die FDP diesen FilmClip bei getty images lizensierte. Hier der entsprechende Lizenztext:
„3. Beschränkungen. [...]
5 Bei Verwendung von Lizenzmaterial, auf dem ein Fotomodel oder Objekt in Verbindung mit einem Thema erscheint, das auf den gewöhnlichen Betrachter verletzend oder unangemessen kontrovers wirkt, muss der Lizenznehmer bei jeder derartigen Verwendung eine Erklärung hinzufügen, aus welcher hervorgeht, (i) dass das Lizenzmaterial lediglich zu Illustrationszwecken eingesetzt wird und (ii) es sich bei der ggf. abgebildeten Person um ein Fotomodell handelt....“.
OK. Demnach müsste im Wahlspot eingeblendet werden: „Wir sind nur Fotomodelle, keine FDP-Wähler“? Nunja, getty images erlaubt grundsätzlich Wahlwerbung, verweist allerdings auch bei jedem Kauf darauf, dass Bilder und Filme vor Allem für Wahlwerbung besser exklusiv eingekauft werden sollten – so hätte man genau diese Situation, in der die FDP jetzt steckt, vermeiden können. Exklusivität ist aber teuer – eigene Shootings wären da sicher eine ehrlichere und günstigere Variante, aber Zeit und Budget stehen dem eigenen Shooting ja doch regelmäßig im Weg...
Dass aber der nicht exklusive Einsatz von Testimonials in der (Wahl-) Werbung richtig schief gehen kann, zeigt eine ältere Geschichte aus Irland: Hier warb die eine Partei mit dem Portait einer Frau: „On sunday, I will vote for xy“ – woraufhin die gegnerische Partei das gleiche Model nahm: „... I changed my mind...“.
Eingestellt von
bildbeschaffer
um
09:32
Tipps & Tricks: kostenlose Photoshop-Alternativen
Hat man sich einmal in Photoshop eingearbeitet, wird man es sicher nicht mehr aus der Hand geben wollen. Wer aber nur sporadisch an Bildern arbeiten muss und deshalb die Kosten für Photoshop scheut, findet sicher hier im Artikel von Birgit Riegler für den Standard eine passende Alternative.
Haben Sie noch weitere Tipps? Dann immer her damit!
Haben Sie noch weitere Tipps? Dann immer her damit!
Dienstag, 6. August 2013
Agentur des Monats: Moral Stock
Es scheint ein neuer Trend zu sein: Zurück zu den wahren Werten. Das zeigt sich nicht nur in der immer größer werdenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein – siehe unser Artikel über Mint Images. Auch in unserer Branche passiert etwas. Die us-amerikanische Bildagentur MORALstock kommt mit 100% ethischen Prinzipien auf den Markt. Die Idee finden wir so gut, dass die Mannschaft aus Boston mindestens unseren Titel „Agentur des Monats“ verdient hat.
Die Idee hinter MORALstock ist es, Fotos wieder aufzuwerten und jedem einzelnen Motiv seine authentische Geschichte zurückzugeben. Dafür können Unternehmen, die Bilder für ihre Kampagne aussuchen, bei MORALstock gezielt auch nach ethischen Stichworten suchen. Damit vermeiden sie peinliche Effekte, wenn sich nach Veröffentlichung der Werbemotive plötzlich herausstellt, dass das abgebildete Model oder auch der Fotograf moralisch oder politisch andere Positionen vertritt, als es die Kampagne vermitteln will. Beispiel: Ein Fleischfabrikant setzt für seine Werbekampagne das Gesicht eines Models ein, das sich an anderer Stelle öffentlich zur vegetarischen Ernährung bekennt. Das muss nicht, kann aber zu peinlichen Nachspielen führen, die in ihrer Werbewirkung sicherlich nicht den gewünschten Effekt erzielen.
MORALstock hat deshalb für Models einen erweiterten Fragebogen entwickelt, in dem sie Angaben machen können zu ihren moralischen, ethischen und gesellschaftlichen Positionen sowie zu ihrer sexuellen, religiösen und politischen Gesinnung. Das hat für die Models den Vorteil, dass ihr Gesicht nicht versehentlich für Botschaften eingesetzt wird, die sie im wahren Leben nicht vertreten. Und die auftraggebenden Unternehmen können sicherstellen, dass ihr Model auch zu ihrer Kampagne passt. Nicht selten ist es wegen Rufschädigung oder aus ähnlichen Gründen schon zu Schadenersatzklagen gekommen, die sich durch diesen „Moralfilter“ vermeiden lassen.
Naturgemäß liegt das Preisniveau der MORALstock-Bilder etwas über dem Durchschnitt, dafür erhalten die Bildkäufer aber exklusives Material, das allen kritischen Argumenten stand hält.
Noch ist MORALstock nicht auf Sendung, aber aus erster Hand wissen wir, dass das nicht mehr lange dauert. Wenn Sie informiert werden wollen, können Sie sich hier in den Verteiler eintragen oder, besser noch, sich an uns halten. Wir werden MORALstock in unser Portfolio aufnehmen, sobald der Vertrieb startet.
Die Idee hinter MORALstock ist es, Fotos wieder aufzuwerten und jedem einzelnen Motiv seine authentische Geschichte zurückzugeben. Dafür können Unternehmen, die Bilder für ihre Kampagne aussuchen, bei MORALstock gezielt auch nach ethischen Stichworten suchen. Damit vermeiden sie peinliche Effekte, wenn sich nach Veröffentlichung der Werbemotive plötzlich herausstellt, dass das abgebildete Model oder auch der Fotograf moralisch oder politisch andere Positionen vertritt, als es die Kampagne vermitteln will. Beispiel: Ein Fleischfabrikant setzt für seine Werbekampagne das Gesicht eines Models ein, das sich an anderer Stelle öffentlich zur vegetarischen Ernährung bekennt. Das muss nicht, kann aber zu peinlichen Nachspielen führen, die in ihrer Werbewirkung sicherlich nicht den gewünschten Effekt erzielen.
MORALstock hat deshalb für Models einen erweiterten Fragebogen entwickelt, in dem sie Angaben machen können zu ihren moralischen, ethischen und gesellschaftlichen Positionen sowie zu ihrer sexuellen, religiösen und politischen Gesinnung. Das hat für die Models den Vorteil, dass ihr Gesicht nicht versehentlich für Botschaften eingesetzt wird, die sie im wahren Leben nicht vertreten. Und die auftraggebenden Unternehmen können sicherstellen, dass ihr Model auch zu ihrer Kampagne passt. Nicht selten ist es wegen Rufschädigung oder aus ähnlichen Gründen schon zu Schadenersatzklagen gekommen, die sich durch diesen „Moralfilter“ vermeiden lassen.
Naturgemäß liegt das Preisniveau der MORALstock-Bilder etwas über dem Durchschnitt, dafür erhalten die Bildkäufer aber exklusives Material, das allen kritischen Argumenten stand hält.
Noch ist MORALstock nicht auf Sendung, aber aus erster Hand wissen wir, dass das nicht mehr lange dauert. Wenn Sie informiert werden wollen, können Sie sich hier in den Verteiler eintragen oder, besser noch, sich an uns halten. Wir werden MORALstock in unser Portfolio aufnehmen, sobald der Vertrieb startet.
Tipps & Tricks: Bildbeschaffer schulen das Gehirn
Ganz Deutschland schwitzt. Und weil das ja nun schon recht lange so ist, steht zu befürchten, dass wir bei anhaltenden Temperaturen bald alle aufhören zu denken. Damit das besser nicht passiert, leisten die Bildbeschaffer ganz bewusst einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Hirnmassen: Dozent Alex Karst ist wieder auf Tour.
Bereits am 2. August referierte Alex Karst – mit Begeisterung auf allen Seiten – vor dem PR Club in Hamburg, am 13. August steht er in Braunschweig auf der Bühne. Auch verschiedene Inhouse-Schulungen bei geschätzten Kunden bereichern den Tour-Kalender. Thema war oder wird sein: Der richtige Umgang mit Bildrechten, angereichert mit einer Reihe von nützlichen Tricks aus der Praxis. Dabei stellt Alex Karst wie immer den Dialog mit den Teilnehmern in den Vordergrund. Fragen, die Sie immer schon beschäftigt haben, Dinge, die Sie im Umgang mit Bildern einfach nicht verstehen oder auch Probleme in einem ganz besonderen Fall – all das und vieles mehr findet bei einem der Seminare von und mit den Bildbeschaffern seinen Platz. Wir freuen uns auf Sie!
Unser heißer Tipp, wenn Sie aus dem Raum Hannover/Braunschweig kommen: Am 13. August 2013 tritt Alexander Karst gemeinsam mit Kay Peters von der Xenario GmbH in Braunschweig auf. Im Rahmen der Campus-Regionalveranstaltung des Fachverbands Medienproduktioner steht der Abend unter dem Motto „Bildrechte/Medienverwaltung – Der richtige Umgang mit Bildern: Finden, kontrollieren, verwalten. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Weitere öffentliche Termine stehen noch im Raum, aber wenn Sie uns für eine Inhouse-Schulung buchen möchten, freuen wir uns jederzeit – auch bei über 30 Grad im Schatten – über Ihre Anfrage. Einfach anfragen: zentrale@die-bildbeschaffer.de oder hier weitere Infos finden!
Übrigens: Alex Karst ist jetzt auch Dozent an der Freien Schule für Gestaltung in Hamburg-Wilhelmsburg!
Bereits am 2. August referierte Alex Karst – mit Begeisterung auf allen Seiten – vor dem PR Club in Hamburg, am 13. August steht er in Braunschweig auf der Bühne. Auch verschiedene Inhouse-Schulungen bei geschätzten Kunden bereichern den Tour-Kalender. Thema war oder wird sein: Der richtige Umgang mit Bildrechten, angereichert mit einer Reihe von nützlichen Tricks aus der Praxis. Dabei stellt Alex Karst wie immer den Dialog mit den Teilnehmern in den Vordergrund. Fragen, die Sie immer schon beschäftigt haben, Dinge, die Sie im Umgang mit Bildern einfach nicht verstehen oder auch Probleme in einem ganz besonderen Fall – all das und vieles mehr findet bei einem der Seminare von und mit den Bildbeschaffern seinen Platz. Wir freuen uns auf Sie!
Unser heißer Tipp, wenn Sie aus dem Raum Hannover/Braunschweig kommen: Am 13. August 2013 tritt Alexander Karst gemeinsam mit Kay Peters von der Xenario GmbH in Braunschweig auf. Im Rahmen der Campus-Regionalveranstaltung des Fachverbands Medienproduktioner steht der Abend unter dem Motto „Bildrechte/Medienverwaltung – Der richtige Umgang mit Bildern: Finden, kontrollieren, verwalten. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Weitere öffentliche Termine stehen noch im Raum, aber wenn Sie uns für eine Inhouse-Schulung buchen möchten, freuen wir uns jederzeit – auch bei über 30 Grad im Schatten – über Ihre Anfrage. Einfach anfragen: zentrale@die-bildbeschaffer.de oder hier weitere Infos finden!
Übrigens: Alex Karst ist jetzt auch Dozent an der Freien Schule für Gestaltung in Hamburg-Wilhelmsburg!
Thema des Monats: Yuri Arcurs hört mit Microstock auf
Aus seinem Hobby machte er ein kleines Business: die ersten Bilder kosteten ihn 50 EURO, die er bei istockphoto einstellte. Dass seine Bilder funktionierten und gekauft wurden, überraschte selbst ihn. Später wurden seine Shootings teurer, seine Freundin und Lieblingsmodel übernahm das Model-Booking und irgendwie merkte man schon: Der Mann wird erwachsen.
Ließ sich die Microstock-Szene davon anstecken? Zum Teil: Es entstanden weitere Bildermacher wie WaveBreakMedia, aber immer noch ist Microstock ein Magnet für Jedermann.
Vor 10 Tagen dann der Paukenschlag: Yuri Arcurs verkauft all seine Bilder, inklusive seines eigenen Bild-Portals people-images.com, an Getty Images. Was sagt uns das?
1. Wir zitieren seinen Abschiedsbrief: "For a maturing photographer microstock is a great learning platform, but if you mistake 'school' for 'workplace', you are in trouble. I did so for years." Werden ihm andere Fotografen mit den "besseren" Bildern folgen und aus dem Microstock verschwinden? Dann wird Microstock zum Ramschtisch der Fotografie? Wir erinnern uns an die Foto-CDs von Hermera - 1000 Bilder für DM 19,99… Oder werden die Arcurs-Look-Alikes einfach seinen Platz einnehmen und seine Kohle mit einsacken?
2. Seine im Verhältnis immer noch billig produzierten Bilder spülen jetzt in den klassischen lizenzfreien Markt und verdrängen andere Fotografen. Andere ziehen nach: Von hochwertigen Agenturen für lizenzfreie und lizenzpflichtige Bilder hören wir, dass ihnen derzeit die Ex-Microstock-Fotografen die Bude einrennen - sie stemmen sich mit Macht gegen die Schwemme und versuchen, Spreu vom Weizen getrennt zu halten. Am Ende des Tages auch wieder ein gutes Zeichen: Tolle Bilder können so in die erste Liga aufsteigen…
Als kleinen Nebenschauplatz eröffnete Arcurs in seinem Abschied, dass er mit 1,4 Mio in eine Website investiert, über die Handy-Fotografen für ganze $ 2,50 Erlös pro Bild Auftragsfotografie erledigen können. Ist das jetzt die neue Untergrenze für Fotografen-Honorare? Mmh…
Sei es drum - schlussendlich ist der Bildermarkt noch nie ein ruhiger Fluss gewesen. Wir sehen die Entwicklung auch für Sie als unsere Kunden nicht negativ. Nur verwirrend für denjenigen, der nur ab und zu reinschnuppert.
Und dafür haben Sie ja uns.
Ließ sich die Microstock-Szene davon anstecken? Zum Teil: Es entstanden weitere Bildermacher wie WaveBreakMedia, aber immer noch ist Microstock ein Magnet für Jedermann.
Vor 10 Tagen dann der Paukenschlag: Yuri Arcurs verkauft all seine Bilder, inklusive seines eigenen Bild-Portals people-images.com, an Getty Images. Was sagt uns das?
1. Wir zitieren seinen Abschiedsbrief: "For a maturing photographer microstock is a great learning platform, but if you mistake 'school' for 'workplace', you are in trouble. I did so for years." Werden ihm andere Fotografen mit den "besseren" Bildern folgen und aus dem Microstock verschwinden? Dann wird Microstock zum Ramschtisch der Fotografie? Wir erinnern uns an die Foto-CDs von Hermera - 1000 Bilder für DM 19,99… Oder werden die Arcurs-Look-Alikes einfach seinen Platz einnehmen und seine Kohle mit einsacken?
2. Seine im Verhältnis immer noch billig produzierten Bilder spülen jetzt in den klassischen lizenzfreien Markt und verdrängen andere Fotografen. Andere ziehen nach: Von hochwertigen Agenturen für lizenzfreie und lizenzpflichtige Bilder hören wir, dass ihnen derzeit die Ex-Microstock-Fotografen die Bude einrennen - sie stemmen sich mit Macht gegen die Schwemme und versuchen, Spreu vom Weizen getrennt zu halten. Am Ende des Tages auch wieder ein gutes Zeichen: Tolle Bilder können so in die erste Liga aufsteigen…
Als kleinen Nebenschauplatz eröffnete Arcurs in seinem Abschied, dass er mit 1,4 Mio in eine Website investiert, über die Handy-Fotografen für ganze $ 2,50 Erlös pro Bild Auftragsfotografie erledigen können. Ist das jetzt die neue Untergrenze für Fotografen-Honorare? Mmh…
Sei es drum - schlussendlich ist der Bildermarkt noch nie ein ruhiger Fluss gewesen. Wir sehen die Entwicklung auch für Sie als unsere Kunden nicht negativ. Nur verwirrend für denjenigen, der nur ab und zu reinschnuppert.
Und dafür haben Sie ja uns.
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