Auch wenn es hier in Hamburg noch kalt ist, die Sonne scheint und macht Lust auf Grün und auf mehr: Zarte Knospen, Bilder und Anleitungen für die ersten Arbeiten im frühlingshaften Garten, Krokusse, der Frühstückstisch draußen auf dem Balkon, Bauern bei der Arbeit, die ganze grüne Pracht holen wir uns flugs auf den Schirm! Bilder von Fotografen, die jedes Blatt und jeden Halm kennen - oder von Außeneinrichtern, die auch Plattenbau-Balkone fotogen in Szene setzen können.
Sie möchten es gern richtig schön haben, genau die eine Blume oder eine ganze Strecke mit allen 50 Bachblüten. Und auf diesen Reisen zum richtigen Bild finden wir neue und alte Quellen, von denen wir jetzt gern berichten. Deshalb hiefen wir diesen Monat nicht nur eine Agentur auf das Podest, sondern gleich fünf. Los geht's!
Agrarmotive
Eine Bildagentur für landwirtschaftliche Motive.
Das Friedrich Strauß Spezialarchiv für Pflanzenfotografie
beschäftigt rund
25 Mitarbeiter. Die Pflanzen werden in der eigenen Gärtnerei angezogen
und optimal gepflegt.
Taverne Agency
50 Fotografen mit Stories rund um Interiors, Food, Lifestyle und Reisen.
living4media
Eigentlich ist diese Kollektion eine Weiterentwicklung aus dem Food-Bereich:
StockFood gründete diese Kollektion, um den eng mit Food verzahnten Bereich Lifestyle & Interior auf eigene Beine zu stellen. Menschen gestalten ihre Umgebung. Einfach schön.
PureGreenImages
240.000 Bilder und Filme zu Garten und Pflanzen aus Holland.
Diese und alle anderen Bildagenturen, die für unsere tägliche Arbeit wichtig sind, finden Sie wie immer gelistet im PDF auf unserer Knowledge Base Seite.
Dienstag, 2. April 2013
Thema des Monats: Feet First – Reisen mit Tom Robinson
Auf diesen Blog des Fotografen Tom Robinson sind wir über einen Artikel in der WELT aufmerksam geworden - eine Geschichte, die wir einfach nur schön finden: Tom sitzt verliebt am Strand und fotografiert zwei Paar Füße vor schönem Sand - seitdem fotografiert er diese Füße überall - und es sind auch noch ein paar kleine Füßchen dazu gekommen.
Hier finden Sie das Thema des Monats: Tom Robinsons Blog "Feet First". Viel Spaß!
PS:
Vielleicht kennen Sie noch den Hund Pecorino? Toni Anzenbergers Hund vor dem Collosseum, in der Stierkampfarena oder vor Windmühlen, schauen Sie mal auf www.anzenberger.at nach dem Namen des Hundes, Pecorino.
Hier finden Sie das Thema des Monats: Tom Robinsons Blog "Feet First". Viel Spaß!
PS:
Vielleicht kennen Sie noch den Hund Pecorino? Toni Anzenbergers Hund vor dem Collosseum, in der Stierkampfarena oder vor Windmühlen, schauen Sie mal auf www.anzenberger.at nach dem Namen des Hundes, Pecorino.
Tipps & Tricks: IPTC und das Firefox Addon FxIF
In der Vergangenheit haben wir schon öfter über IPTC-Daten geschrieben. Nur kurz zur Erinnerung: In JPG-Bilder und andere Formate können neben den Bildinformationen auch Texte gespeichert werden. Dafür gibt es eine Reihe von verschiedenen Feldern, die mehr oder weniger sauber über die IPTC-Norm geregelt wurden: Titel, Stichworte, Urheber, Nutzungsinformationen und viele mehr.
Es wäre ja schön, wenn wir diese Informationen im Browser auslesen könnten, damit wir gleich an Ort und Stelle mehr über ein Bild erfahren können. So einfach wird uns die Arbeit aber leider nicht gemacht.
Deshalb möchten wir Ihnen hier ein Plugin für den Firefox Browser empfehlen: FxIF. Suchen Sie einfach in den AddOns nach diesem Plugin und Sie können mit Rechtsklick auf ein Bild gleich erfahren, ob ein Bild die IPTC-Daten besitzt und diese lesen und wenn Sie möchten auch als Text in die Zwischenablage kopieren.
Es wäre ja schön, wenn wir diese Informationen im Browser auslesen könnten, damit wir gleich an Ort und Stelle mehr über ein Bild erfahren können. So einfach wird uns die Arbeit aber leider nicht gemacht.
Deshalb möchten wir Ihnen hier ein Plugin für den Firefox Browser empfehlen: FxIF. Suchen Sie einfach in den AddOns nach diesem Plugin und Sie können mit Rechtsklick auf ein Bild gleich erfahren, ob ein Bild die IPTC-Daten besitzt und diese lesen und wenn Sie möchten auch als Text in die Zwischenablage kopieren.
Freitag, 1. März 2013
Thema des Monats: Reisekataloge
Leinen los für unsere Kreuzfahrer: nach gut einem halben Jahr Recherche, Abstimmung und Lizensierung sind sie fertig, die Kataloge für die AIDA und die MS Europa. Doch bevor die Kataloge aus dem Hafen auslaufen konnten, mussten wir die ganze Welt sichten. Insgesamt haben wir im Zuge dieser beiden Projekte 63.500 Layoutbilder ausgewählt und den Kunden zur Abstimmung vorgelegt. Ganze 130 Agenturen und Fotografen waren damit in der Auswahl vertreten. Man könnte meinen, wir sind für unsere Kunden buchstäblich um die Welt gereist, und irgendwie stimmt das ja auch!
Nun liegt im Hause Hapag Lloyd der neue Katalog für die Königin der Kreuzfahrer, die MS Europa, bereit (hier geht´s zur Katalogbestellung) und bei AIDA Cruises der für die ganze Flotte, den Sie hier online bestellen können.
Eines unserer Highlights waren übrigens die Recherchen rund um die russische Stadt Sotchi am Schwarzen Meer, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014. Wir hatten mehrfach mit dem dortigen olympischen Komitee zu tun, von wo aus man uns sehr hilfreich zur Seite stand. Das hat Spaß gemacht! Und weil wir ja leider doch nicht selbst nach Sotchi gereist sind, uns aber zumindest mit unseren Sinnen einmal dorthin begeben wollen, haben wir uns gefragt, was wohl zu den kulinarischen Spezialitäten der Region gehört und sind am Ende bei einer klassischen Köstlichkeit hängen geblieben, die dann auch den Kreis zum bevorstehenden Frühling wieder schließt (Stichwort: Grillsaison): Der Schaschlik! Die Russen legen dafür das Fleisch über Nacht in köstlicher Marinade ein und packen es ohne überflüssigen Schnickschnack wie Paprika oder Tomate direkt auf den Spieß. Lecker! Wie Sie sehen, ist unsere Arbeit für uns ganz häufig sehr viel mehr als reine Bildrecherche und Co. – wir lieben es, uns inspirieren zu lassen! Danke an unsere beiden Kreuzfahrer MS Europa und AIDA, dass Ihr uns dorthin gebracht habt. Schiff ahoi!
Nun liegt im Hause Hapag Lloyd der neue Katalog für die Königin der Kreuzfahrer, die MS Europa, bereit (hier geht´s zur Katalogbestellung) und bei AIDA Cruises der für die ganze Flotte, den Sie hier online bestellen können.
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| Bild: Sochi Organizing Comittee 2014 |
Eingestellt von
bildbeschaffer
um
15:09
Agentur des Monats: Olaf Tamm
Er ist keine Agentur, aber ein großartiger Fotograf und Künstler, mit dem uns so einiges verbindet. Die Rede ist von Olaf Tamm, unserem Favoriten für den Titel „Agentur des Monats“, wenn Sie uns die etwas erweiterte Auslegung erlauben.
Neben einigen Projekten, die wir gemeinsam gemacht beziehungsweise für die wir ihn vermittelt haben, ist er uns auch deshalb nahe, weil seine Fotografien pure Kunst sind, und weil sein Herz wie unseres für das Fußballteam vom Millerntor schlägt.
Als Fotograf arbeitet er für zahlreiche Magazine wie Mare, Stern und Spiegel. Und er ist für viele namhafte Kunden tätig, darunter Audi, Lufthansa, Mercedes Benz, Engel & Völckers und Kaufhof. Seine fotografischen Schwerpunkte sind Corporate, Portrait, Reportage und Food. Seitdem er uns einmal in einer Kundennotsituation kurz und unbürokratisch zur Seite stand und mit seiner spontanen Auftragsübernahme das Shooting für ein Kundenmagazin nicht nur rettete, sondern auch hervorragend umsetzte, sind wir regelrechte Fans seiner professionellen Arbeit und wissen, dass wir uns auf ihn verlassen können, wenn wir ihn an einen Kunden vermitteln.
Aber auch seine nicht so professionelle Seite, sondern eher die mit dem künstlerischen Hang zur Ästhetik gefällt uns sehr gut. So hat er mit dem Buchprojekt „MILLERNTOR“, das er zusammen mit der Architekturfotografin Susanne Katzenberg und der EDITION Braus/Berlin umgesetzt hat, ein Denkmal gesetzt: Wundervolle, atmosphärische Fotografien mitten aus der Seele des alten Fußballstadions vom FC St. Pauli, gebündelt in einem großartigen Bildband. Ein Muss für jeden Sankt-Pauli-Fan und ein Genuss für jeden Freund der stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotografie.
Auch seine RIVA EDITION ist ein fotografischer Leckerbissen: Eine vierbändige, limitierte Buchedition über die klassischen RIVA Boote. Die Fotografien von Olaf setzen den Boot-Klassiker wunderbar in Szene.
Olaf Tamm gehört für uns zu den Fotografen, die wir gerne vermitteln, deren Bilder wir lieben und von denen wir wissen, dass ihr Beruf für sie nicht nur eine Profession, sondern auch eine Leidenschaft ist.
Mehr über ihn gibt es hier!
Neben einigen Projekten, die wir gemeinsam gemacht beziehungsweise für die wir ihn vermittelt haben, ist er uns auch deshalb nahe, weil seine Fotografien pure Kunst sind, und weil sein Herz wie unseres für das Fußballteam vom Millerntor schlägt.
Als Fotograf arbeitet er für zahlreiche Magazine wie Mare, Stern und Spiegel. Und er ist für viele namhafte Kunden tätig, darunter Audi, Lufthansa, Mercedes Benz, Engel & Völckers und Kaufhof. Seine fotografischen Schwerpunkte sind Corporate, Portrait, Reportage und Food. Seitdem er uns einmal in einer Kundennotsituation kurz und unbürokratisch zur Seite stand und mit seiner spontanen Auftragsübernahme das Shooting für ein Kundenmagazin nicht nur rettete, sondern auch hervorragend umsetzte, sind wir regelrechte Fans seiner professionellen Arbeit und wissen, dass wir uns auf ihn verlassen können, wenn wir ihn an einen Kunden vermitteln.
Aber auch seine nicht so professionelle Seite, sondern eher die mit dem künstlerischen Hang zur Ästhetik gefällt uns sehr gut. So hat er mit dem Buchprojekt „MILLERNTOR“, das er zusammen mit der Architekturfotografin Susanne Katzenberg und der EDITION Braus/Berlin umgesetzt hat, ein Denkmal gesetzt: Wundervolle, atmosphärische Fotografien mitten aus der Seele des alten Fußballstadions vom FC St. Pauli, gebündelt in einem großartigen Bildband. Ein Muss für jeden Sankt-Pauli-Fan und ein Genuss für jeden Freund der stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotografie.
Auch seine RIVA EDITION ist ein fotografischer Leckerbissen: Eine vierbändige, limitierte Buchedition über die klassischen RIVA Boote. Die Fotografien von Olaf setzen den Boot-Klassiker wunderbar in Szene.
Olaf Tamm gehört für uns zu den Fotografen, die wir gerne vermitteln, deren Bilder wir lieben und von denen wir wissen, dass ihr Beruf für sie nicht nur eine Profession, sondern auch eine Leidenschaft ist.
Mehr über ihn gibt es hier!
Tipps & Tricks: Get inspired!
Das Leben wäre fade, wenn es nicht immer wieder Menschen gäbe, die mit ihrem Sinn für schöne Dinge dafür sorgen, dass wir uns hin und wieder inspirieren lassen können. Zu solchen Menschen zählen unserer Meinung nach auch die Macher, Fotografen und Künstler auf den Kuratierungsplattformen wie 500px und 1x, die allerfeinstes Bildmaterial versammeln. Diese Seiten verstehen sich als Online-Galerien für Fotografen, Laien und Hobby-Knipser und sie erlauben es, Fotos zu teilen.
Mit einem unkomplizierten, kostenfreien Profil kann man sich hier ausgewählten Fotografen anschließen und sich von deren bereitgestellter Bildauswahl inspirieren lassen. Für Freunde der Kunst ein schöner Ort der Inspiration, für Fotografen selbst eine gute Plattform, um sich „Fans“ zu erobern. Das Prinzip auf 1x.com ist dasselbe wie das von 500px, die beiden Kuratierungsplattformen unterscheiden sich jedoch in ihrer Bildsprache und Tonalität, so dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welche Seite ihm besser gefällt.
Mit einem Besuch auf 500px oder 1x ist eines auf jeden Fall sicher: hochwertige Bilder für Freunde der Fotografie per Klick. We like!
Mit einem Besuch auf 500px oder 1x ist eines auf jeden Fall sicher: hochwertige Bilder für Freunde der Fotografie per Klick. We like!
Dienstag, 5. Februar 2013
Thema des Monats: Die Bundestagswahl
Es ist jetzt offiziell: am 22. September 2013 sind Bundestagswahlen. Das ist ja ein sehr politisches Thema und deshalb nicht an vorderster Stelle das Ding der Bildbeschaffer, aber halt, doch, eben genau da, an vorderster Stelle ist es das nämlich doch: Da vorne auf dem Wahlplakat zum Beispiel oder sonstwo auf den Bilderflächen des Wahlkampfes! Wie ist das eigentlich genau mit den Rechten am Bild in solchen Fällen?
Im ersten Moment denkt man bei Bildern aus dem Wahlkampf natürlich vornehmlich an austauschbare Porträts von häufig austauschbaren Politikern, die nach Farbe sortiert am Straßenrand aufgestellt werden und uns einladen, sie zu wählen. Was da rein rechtlich hinter steckt, müssen wir hier nicht weiter beleuchten: Politiker werben für sich selbst und wollen das auch so. Zudem sind sie in dem Moment, in dem sie auf einer Wahlliste landen, eine Person des öffentlichen Lebens und da wird es mit den Persönlichkeitsrechten selbst dann schwer, wenn sie ungewollt beim Einkaufen abgelichtet werden.
Anders ist es mit Kampagnenmotiven, die szenisch oder kreativ gestaltet sind und sich eingekauften Models bedienen wollen. Das muss dann in der Regel selbst produziert werden, weil Bildagenturen in ihren Lizenzbedingungen Parteiwerbung als Verwendungszweck grundsätzlich ausschließen – egal ob lizenzpflichtig, lizenzfrei oder die Microstocks. Das ist auch gut so. Ein Beispiel aus der Schweiz macht das deutlich: Die Volkspartei SVP hatte im Wahlkampf 2010 eine rechtspopulistische Kampagne gefahren, in der sie die Ausweisung ausländischer Krimineller forderte. Dafür wurden die Konterfeis von Models zu „Ivan S., der Vergewaltiger“, „Faruk B., der Mörder“ oder auch „Detlef S., der Kinderschänder“ gemacht. Zwar hatten alle Bilder über den Augen der „Verbrecher“ einen schwarzen Balken, doch das half nichts: erkennen konnte sie jeder. So oder so hieß es auf seinerzeitige Anfrage bei der SVP, dass man nicht davon ausgehe, dass die Models wüssten, wofür sie da stehen würden. Ein Blick in die Lizenzen hätte genügt: „Untersagte Nutzungen:... diffamierend oder verleumderisch... Dastellung jeglichen Inhalts, der ein Modell oder eine Person enthält, wenn (a) diese Nutzung oder Darstellung in einer Art und Weise erfolgt, die bei einer vernünftigen Person die Annahme hervorrufen kann, dass die Person ein Geschäft, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Sache, eine Vereinigung oder einen sonstigen Zweck nutzt oder unterstützt, oder wenn (b) die Person in einer möglicherweise sensiblen Situation dargestellt wird (einschließlich unter anderem bezogen auf die mentale oder physische Gesundheit, das soziale Leben, sexuelle oder angedeutete sexuellen Aktivitäten oder Vorlieben, Drogenmissbrauch, strafbares Verhalten, physischen oder mentalen Missbrauch oder Leiden, bzw. jede sonstige Situation, die mit einiger Wahrscheinlichkeit von irgendeiner in dem Inhalt dargestellten Person als verletzend empfunden wird oder für sie unschmeichelhaft wäre); ausnahmsweise ist die Nutzung oder Darstellung eines Inhalts der in (b) bezeichneten Art jedoch zulässig, wenn der Inhalt selbst das Modell oder die Person eindeutig und unbestreitbar in der betreffenden Situation zeigt und in einer Weise genutzt und gezeigt wird, die das Modell oder die Person unverändert in genau diesem Zusammenhang und Umfang zeigt; ferner ist die Nutzung oder Darstellung eines Inhalts der in (b) bezeichneten Art ausnahmsweise zulässig, wenn sie mit einem Hinweis darauf verbunden wird, dass der Inhalt nur illustrativen Zwecken dient und dass jegliche im Inhalt dargestellte Person ein Modell ist.“
Dieses sehr extreme Beispiel zeigt, dass es wohl kaum im Interesse eines Fotomodels sein kann, das Gesicht für extreme politische Meinung zu sein.
Eine andere, lustige Anekdote aus Irland ist in diesem Zusammenhang schnell erzählt: Da nutzten die einen für ihren Wahlkampf auf einmal dasselbe Gesicht wie ihre gegnerische Partei. Sie fand einfach heraus, dass ihre Gegner ein Microstock-Bild kauften, nicht exklusiv. So konnten sie ein „Nachbar-Bild“ aus dem gleichen Shooting nutzen, mit einem verschmitzten Gesichtsausdruck. Das Motto: „I changed my mind“.Eine humorvolle Kampagne für die, die sie entwickelt haben, wohl aber weniger für die betroffene Partei und das Model.
Ein weiteres Thema dürfen wir hier nicht unerwähnt lassen: Unternehmen, die mit Politikern werben. Vorreiter SIXT macht es ja immer noch und immer wieder gern. Ulla Schmidt und der Auto-Diebstahl, die Frisur von Angela Merkel – neben Promis aus dem Showbiz kommen immer wieder Politiker ins Visier. Da haben wir gelernt, dass sich Werbung mit Promis immer nur unter engen Bedingungen machen lässt: Es muss sich um eine Meinungsäußerung handeln - auch Unternehmer/n dürfen eine Meinung haben, ja, auch wenn sie diese nur teuer per Anzeige kund tun können. Sie sollten sich auf ein aktuelles Thema beziehen, und die Meinung darf nicht allzu eng an ein Produkt, an „Verkaufe“ klammern. Als Ulla Schmidt der Dienstwagen in Spanien geklaut wurde, riet ihr SIXT, sie hätte lieber einen (versicherten) Wagen in Alicante mieten sollen. Mehr nicht.
Was heißt das jetzt für den kommenden Wahlkampf? Ist der Wahlkampf per se ein aktueller Anlass zur Meinungsäußerung per Anzeige, über die nächsten sieben Monate hinweg? Wir raten zur Vorsicht, aber auch zum Mut.
Warten wir mal ab, was uns dieses Jahr in der heißen Wahlkampfphase begegnet. Sollte es tatsächlich mal etwas kreativer zugehen? Das wäre schön! Wir bleiben dran!
Im ersten Moment denkt man bei Bildern aus dem Wahlkampf natürlich vornehmlich an austauschbare Porträts von häufig austauschbaren Politikern, die nach Farbe sortiert am Straßenrand aufgestellt werden und uns einladen, sie zu wählen. Was da rein rechtlich hinter steckt, müssen wir hier nicht weiter beleuchten: Politiker werben für sich selbst und wollen das auch so. Zudem sind sie in dem Moment, in dem sie auf einer Wahlliste landen, eine Person des öffentlichen Lebens und da wird es mit den Persönlichkeitsrechten selbst dann schwer, wenn sie ungewollt beim Einkaufen abgelichtet werden.
Anders ist es mit Kampagnenmotiven, die szenisch oder kreativ gestaltet sind und sich eingekauften Models bedienen wollen. Das muss dann in der Regel selbst produziert werden, weil Bildagenturen in ihren Lizenzbedingungen Parteiwerbung als Verwendungszweck grundsätzlich ausschließen – egal ob lizenzpflichtig, lizenzfrei oder die Microstocks. Das ist auch gut so. Ein Beispiel aus der Schweiz macht das deutlich: Die Volkspartei SVP hatte im Wahlkampf 2010 eine rechtspopulistische Kampagne gefahren, in der sie die Ausweisung ausländischer Krimineller forderte. Dafür wurden die Konterfeis von Models zu „Ivan S., der Vergewaltiger“, „Faruk B., der Mörder“ oder auch „Detlef S., der Kinderschänder“ gemacht. Zwar hatten alle Bilder über den Augen der „Verbrecher“ einen schwarzen Balken, doch das half nichts: erkennen konnte sie jeder. So oder so hieß es auf seinerzeitige Anfrage bei der SVP, dass man nicht davon ausgehe, dass die Models wüssten, wofür sie da stehen würden. Ein Blick in die Lizenzen hätte genügt: „Untersagte Nutzungen:... diffamierend oder verleumderisch... Dastellung jeglichen Inhalts, der ein Modell oder eine Person enthält, wenn (a) diese Nutzung oder Darstellung in einer Art und Weise erfolgt, die bei einer vernünftigen Person die Annahme hervorrufen kann, dass die Person ein Geschäft, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Sache, eine Vereinigung oder einen sonstigen Zweck nutzt oder unterstützt, oder wenn (b) die Person in einer möglicherweise sensiblen Situation dargestellt wird (einschließlich unter anderem bezogen auf die mentale oder physische Gesundheit, das soziale Leben, sexuelle oder angedeutete sexuellen Aktivitäten oder Vorlieben, Drogenmissbrauch, strafbares Verhalten, physischen oder mentalen Missbrauch oder Leiden, bzw. jede sonstige Situation, die mit einiger Wahrscheinlichkeit von irgendeiner in dem Inhalt dargestellten Person als verletzend empfunden wird oder für sie unschmeichelhaft wäre); ausnahmsweise ist die Nutzung oder Darstellung eines Inhalts der in (b) bezeichneten Art jedoch zulässig, wenn der Inhalt selbst das Modell oder die Person eindeutig und unbestreitbar in der betreffenden Situation zeigt und in einer Weise genutzt und gezeigt wird, die das Modell oder die Person unverändert in genau diesem Zusammenhang und Umfang zeigt; ferner ist die Nutzung oder Darstellung eines Inhalts der in (b) bezeichneten Art ausnahmsweise zulässig, wenn sie mit einem Hinweis darauf verbunden wird, dass der Inhalt nur illustrativen Zwecken dient und dass jegliche im Inhalt dargestellte Person ein Modell ist.“
Dieses sehr extreme Beispiel zeigt, dass es wohl kaum im Interesse eines Fotomodels sein kann, das Gesicht für extreme politische Meinung zu sein.
Eine andere, lustige Anekdote aus Irland ist in diesem Zusammenhang schnell erzählt: Da nutzten die einen für ihren Wahlkampf auf einmal dasselbe Gesicht wie ihre gegnerische Partei. Sie fand einfach heraus, dass ihre Gegner ein Microstock-Bild kauften, nicht exklusiv. So konnten sie ein „Nachbar-Bild“ aus dem gleichen Shooting nutzen, mit einem verschmitzten Gesichtsausdruck. Das Motto: „I changed my mind“.Eine humorvolle Kampagne für die, die sie entwickelt haben, wohl aber weniger für die betroffene Partei und das Model.
Ein weiteres Thema dürfen wir hier nicht unerwähnt lassen: Unternehmen, die mit Politikern werben. Vorreiter SIXT macht es ja immer noch und immer wieder gern. Ulla Schmidt und der Auto-Diebstahl, die Frisur von Angela Merkel – neben Promis aus dem Showbiz kommen immer wieder Politiker ins Visier. Da haben wir gelernt, dass sich Werbung mit Promis immer nur unter engen Bedingungen machen lässt: Es muss sich um eine Meinungsäußerung handeln - auch Unternehmer/n dürfen eine Meinung haben, ja, auch wenn sie diese nur teuer per Anzeige kund tun können. Sie sollten sich auf ein aktuelles Thema beziehen, und die Meinung darf nicht allzu eng an ein Produkt, an „Verkaufe“ klammern. Als Ulla Schmidt der Dienstwagen in Spanien geklaut wurde, riet ihr SIXT, sie hätte lieber einen (versicherten) Wagen in Alicante mieten sollen. Mehr nicht.
Was heißt das jetzt für den kommenden Wahlkampf? Ist der Wahlkampf per se ein aktueller Anlass zur Meinungsäußerung per Anzeige, über die nächsten sieben Monate hinweg? Wir raten zur Vorsicht, aber auch zum Mut.
Warten wir mal ab, was uns dieses Jahr in der heißen Wahlkampfphase begegnet. Sollte es tatsächlich mal etwas kreativer zugehen? Das wäre schön! Wir bleiben dran!
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